Signal Rex haben hart im tiefen Untergrund gescharrt und ein paar Aufnahmen freigelegt, die Anfang 2017 den sammeleifrigen Perlentauchern feilgeboten werden. Eines dieser Fundstücke stammt von einer Band, die während ihres namenlosen Daseins 2012/13 drei Songs aufgenommen hat und sich mittlerweile Ónefnt nennt. Wer und wie viele sich unter dem Banner tummeln, bleibt verborgen, was aber letztlich wurscht ist, denn die Musik, die hier sechzehn Minuten tönt, passt. Fans von schrammeligem Untergrundsound, von Monotonie mit Hypnosewirkung und verschrobenem Gesang werden mit genau all dem versorgt. In schieren Endlosschleifen drehen sich minimalistische, tempogedrosselte Riffs, die Regungen jeglicher Art unter einer dicken Einlullatmosphäre ersticken. Der im Hintergrund leiernde, klare Gesang trägt mit lässig aufreizenden Verdrogtheit, in der stets ein Quäntchen Depression mitschwingt, sein Übriges dazu bei. Das ist alles andere als aggro, drückt dafür die Hypnosewirkung entschlossen durch. Wer sich das Demo ins Haus holen will, gründelt bei Signal Rex nach der Kassette, während Ónefnt diese Talentprobe hoffentlich bald mit einem Langspieler untermauern.

Fazit: guter Einstieg.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Signal Rex

Veröffentlichung

12/2016

Format

CD

Land

Genre

Black Metal