Zwischen Märchenreich, geheimnisumwobenem Heiligen Hain und furchtsam berauntem Schreckensort sind die Pfade schmal, die durch den verklärten Sehnsuchtsort Wald führen, wo, wer mit Fantasie im Marschgepäck durchs Leben zieht, Inspirationsquellen entdeckt, die Vorstellungen von wachsamen Astaugen, knorrigen Stubbengespenstern und dergleichen mehr nähren. An einem solchen magischen Fleck, wo Wasser glucksend und schäumend seinem felsigen Gefängnis entrinnt und der oberste Waldgeist waltet, haben sich seine nach ihm benannten Jünger Grima gelabt, um frisch erquickt ihr zweites Langspielalbum aufzunehmen.

Sehr melodisches Schwarzmetall erobert mit kräftigem Epikantrieb gänsehautträchtige Stimmungslagen. Ein wenig Akkordeon hier, ein paar Tastentupfer dort, bringen neben den russischen Texten volkstümliches Kolorit ein, vor allem dann, wenn es sonor aus der Kehle tönt, wodurch die markante Melange aus brillanten Melodien und feiner Melancholie ihren letzten Schliff bekommt.

Fazit: "Tales of the Enchanted Woods" ist ein Sofortzünder. Raue Unebenheiten, wie noch auf dem Vorgänger "Devotion to Lord" zu hören, haben die Jungs mit verfeinerten Ideen weggefräst.

Albuminfo

Punkte

 

4/5

Label

Naturmacht Productions

Veröffentlichung

7/2017

Format

CD

Land

Genre

Black Metal