Getreu dem Motto: „Willst du gelten, mach dich selten“ veröffentlichen Bewitched Alben. Zwar gibt es die schwedische Kapelle bereits seit 1995, doch mit „Diabolical Death Mass“ legen sie dieser Tage erst ihr 6. Album vor. Aber wenn das Ergebnis so stark ausfällt, wartet der Hörer gern etwas länger. Schon das Titelstück zu Beginn des Albums ballert richtig gut los. Thrashig, klassisch metallisch, überzeugend. Das folgende „Into the Fire“ setzt den Kurs mit rasantem Black Thrash fort. Dazu bietet die Nummer Gitarrensoli, die so auch auf einem Heavy Metal Album ihren Platz hätten. Wohlgemerkt, das ist nicht als Beleidigung gemeint. Denn die melodische Gitarrenarbeit wertet die Komposition definitiv auf. 

Über das textliche Konzept der Mannen muss angesichts von Songtiteln wie „By Satan Enslaved“, „Vicious and Wild“ und „Those of the Devil Born“ nicht groß spekuliert werden. Auch das Cover macht die Klischee-Bingo-Karte einmal voll. Schockwirkung: 0 %. Passende Atmosphäre zur Musik: 100 %. Zur Mitte des Albums nutzt sich das Dargebotene kurzzeitig etwas ab. Es sind keine schlechten Songs, sie würden als Opener auch in die Platte reinziehen. Aber nach vier Nummern macht sich das Gefühl breit, das schon gehört zu haben. Nach hinten raus macht „Diabolical …“ aber wieder ordentlich Druck. „By Satan Enslaved“ geht mit seinem stampfenden Midtempo-Part sofort ins Ohr. Dank des mitsingtauglichen Refrains überzeugt dann auch „The Witch Spell“. 

Mit dem wohl besten Bewitched-Werk „Pentagram Prayer“ kann die Teufliche Todesmesse nicht mithalten, aber dennoch ist der Band aus Schweden wieder ein kurzweiliges Album gelungen. Wer Bands wie Midnight oder grob gesagt die Kombination von Black, Thrash und klassischem Metal mag, wird hier nicht enttäuscht werden. 

Albuminfo

Punkte

 

3.5/5

Label

 

Osmose

Veröffentlichung

 

04/2026

Format

 

CD

Land

 

Schweden

Genre

 

Black Thrash Heavy Metal