Zwar ist der Sommer schon nah und der Winter liegt schon einige Zeit zurück, doch wer es wagt, "Winter Domain" von Frozen Death in den CD-Player zu schieben, versetzt sich schlagartig in die winterliche Kälte des weiten Nordens. Welche Aggressivität und welch kalte Stimmung diese Musik doch erzeugen kann! Frozen Death verstehen es auf ihrem ersten Album echt dem Black Metal die nötige eisige Nuance zu verleihen! Winteranfang ist "the Dark", ein brutales Black Metal Stück mit den für die Band typischen Gitarrenriffs, die ein rohes Gemisch aus Summen und Schreiben bilden und so eine perfekte Symbiose mit der rabenhaft kreischenden Stimme von Caranthir ergeben.

"Everlasting Balttle" stellt - man glaubt es kaum - noch eine Steigerung dar. Es ist etwas melodiöser, aber ohne dabei an Zugkraft zu verlieren. Das Lied beginnt mit kreisenden Schreigitarren im Mitdtempobereich, bevor die Stimme einsetzt und alles schneller wird. Nach einem kurzen Teil folgt schon der Refrain: stürmisch melodiös und einfach majestätisch. Nach zweimal durchhören hält einem nichts mehr bei ruhigem Kopf. Ohne irgendwelche Schnörkel kommt "Frozen Death", das nächste Lied, meinen Vorstellungen von wahrem Black Metal äusserst nahe. Hier wird zudem eine Death Metal Stimme in einem langsamen Teil eingesetzt. Vielleicht ist dieser Song nicht ganz so brillant, wie der Vorgänger, doch immer noch Oberklasse, weil die Riffs trotz hoher Komplexität schon bald im Ohr hängen bleiben. Schade ist nur, dass der Song relativ schlagartig ausgeblendet wird...

"Khane's Child" ist noch einen Tick sphärischer, jedoch nicht ganz so eingängig, obwohl es der langsamere Teil nach zweienhalb Minuten voll in sich hat! "Our War" hebt sich von den anderen Songs durch weniger raue Gitarrensounds ab. Die Gitarre ist recht hoch, die Drums schnell. Ich fühlte mich kurz an einen Polka-artigen Rytmus erinnert, natürlich mit der ganzen Kälte von Frozen Death erfüllt. Dieser Song gefällt mir nicht ganz so gut. Er passt irgendwie nicht ganz zu den andern, hat aber trotz seiner Kürze seine Stärken. "In der Kürze liegt die Würze" heisst auch das Motte des letzten Songs. Äusserste Extremität würde ihn wohl am besten beschreiben.

Zusammenfassend sind die vier ersten Songs absolut der Hammer - ein Muss für jeden Metalhead. Die anderen zwei Songs sind gut, wenn man wieder einmal die Sau in sich metzgen will. Wer sich die CD nicht auf der Bandwebsite bestellt, ist schlicht und einfach selber schuld.

Albuminfo

Punkte

 

4/5

Label

Eigenproduktion

Veröffentlichung

2/2001

Format

CD

Land

Genre

Black Metal