Auf der Himinjbörg (Himmelsburg) wohnte ein altnordischer Gott der Asen, nämlich Heimdall. Er war der Wächter der Götter und besitzt das Gjallarhorn, welches man auf der ganzen Welt hören kann. Auch auf der ganzen Welt hören, kann man nun die mythologisch geprägte Metal Band Himinbjorg durch ihren neuen Silberling "Golden Age". Gut produzierter, schnellerer Pagan / Black Metal mit sauberen Übergängen erklingt aus den Boxen:

Als erstes fallen die eintönigen Riffs auf, welche sich teilweise durch die ganze Länge eines Songs ziehen. Riffwechsel sind meistens erst dann hörbar, wenn langsame Breaks an der Reihe sind. Doch es scheint, als entwickle das Ohr mit der Zeit Freude an den stets gleichen Klangfolgen. Nach mehrmaligem Hören ist die allgemeine Monotonie nicht mehr all zu sehr störend. Das Gitarrenriff im Song "Death of a King" ist dennoch recht gewöhnungsbedürftig, aber dadurch wiederum auch interessant.

Gekreische dominiert ihre Werke, wobei durch den abwechslungsreichen klaren Gesang manchmal eine gewisse Auflockerung entsteht. Ganz speziell und erwähnenswert ist der "Vokalgesang" bei "The Opening" oder "Death Of A King", welchen ich aber sehr schlecht beschreiben kann. Er erinnert etwas an Tarzangeschrei und vor Augen sehe ich meistens einen Menschen, welcher an einer Klippe steht und weit in den Wald hinaus ruft – irgendwie heldenhaft. Dies trägt unter anderem dazu bei, dass einem diese Songs richtig unter die Haut gehen und sie zusätzlich an Ausdruck gewinnen.

Das vierte "Lied", welches übrigens keinen Titel bekam, besteht nur aus tropfenden Wasserklängen und Gitarrenmelodie. Der Sinn dieses namenlosen Zwischenspiels ist mir jedoch nicht bekannt... Doch danach geht es dann wieder mit voller Kraft, diesmal sogar etwas melodiöser und musikalisch abwechslungsreicher, weiter mit meinem persönlichen Favoriten "What Was ...".

Mir scheint, als könnten die vier Franzosen einfach mehr, als sie auf ihrer vierten CD "Golden Age" gezeigt haben. Es sind viele gute Ansätze vorhanden, welche nur darauf warten, verfeinert und ausgebessert zu werden! Lange Zeit gleichbleibende und eher monotone Gitarrenriffs und Drums haben durchaus auch ihren Reiz, doch etwas mehr Spielerei hätte nicht geschadet.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Adipocere Records

Veröffentlichung

9/2003

Format

CD

Land

Genre

Black Metal