Kampfsportarten - Schwermetall

Kampfsportarten

Emotionen, Geistesblitze und Gedichte, die ihr nicht für euch behalten wollt!

Moderatoren: Schlaf, Shadowthrone, Schwermetall Forumsmoderatoren

Benutzeravatar
Herr Wolf
Mönch
Beiträge: 391
Registriert: 12.02.2008, 00:11
Wohnort: Wewelsburg

Kampfsportarten

Beitrag von Herr Wolf » 20.05.2008, 16:04

Gerade in der heutigen Zeit ist es immer wichtiger, dass man sich auch gegen mehrere Angreifer wehren kann. Jeder, der schon einmal in einen Strassenkampf verwickelt war, kann das bestimmt bestätigen. Vor allem Balkanesen und Türken wenden oft einige Kickboxtechniken an, die sie aber in der Regel nicht perfekt beherrschen. Ihnen mangelt es irgendwie an Disziplin, um diese Techniken völlig zu verinnerlichen. Trotzdem sind sie dadurch natürlich in der Lage, eine untrainierte Person brutal zu verprügeln. Deshalb hier eine kleine Übersicht mit höchst effektiven Kampfsportarten, um auch in solchen Situationen bestehen zu können.


KARATE (Japan)

Inhaltlich wird Karate durch waffenlose Techniken charakterisiert, vor allem Schlag-, Stoß-, Tritt- und Blocktechniken sowie Fußfeger. Hebel und Würfe werden ebenfalls gelehrt, in der fortgeschrittenen Anwendung werden auch Würgegriffe und Nervenpunkttechniken sowie die Abwehr oder Anwendung von Techniken unter Zuhilfenahme von Kobudōwaffen geübt.


JIU-JITSU (Japan)

Jiu Jitsu; „Die sanfte Kunst“ bzw. „Die Wissenschaft von der Nachgiebigkeit“) – ehemals auch als Yawara bekannt – ist eine von den japanischen Samurai stammende Kampfkunst der waffenlosen Selbstverteidigung. Jiu Jitsu kann unabhängig vom Alter und Geschlecht trainiert werden und bietet ein breites Spektrum von Möglichkeiten zur Selbstverteidigung, und – unter anderem durch Stärkung des Charakters und Selbstbewusstseins – zur friedlichen Lösung von Konflikten.

Jiu Jitsu wurde von Samurai praktiziert, um bei einem Verlust oder Verbot der Hauptwaffen (Schwert, Speer, Schwertlanze, Bogen, etc.) waffenlos oder mit Zweitwaffen weiterkämpfen zu können. Diese Kampfkunst war zunächst geheim und nur dem Adel vorbehalten, im Laufe der Zeit wurde sie aber auch von nichtadligen Japanern ausgeübt.


NINJUTSU (Japan)

Als Ninjutsu [nin.dʑɯ.tsɯ] (jap. 忍術) werden Kampfkünste bezeichnet, welche ihre Wurzeln in den Lehren der historischen Ninja-Schulen haben. Ninjutsu ist auch eine oft genutzte Bezeichnung für Bujinkan, da die letzten drei Ninja-Schulen, von denen bekannt ist, dass sie noch existieren, zum Bujinkan gehören. Auch spricht man bei den Tarnungs- und Aufklärungstechniken der historischen Shinobi von Ninjutsu. Eine klare Definition für den Begriff gibt es nicht, weswegen es immer wieder zu Kontroversen kommt.

Eine abschließende und umfassende Beschreibung des Ninjutsu ist schwierig, da es ein sehr komplexes System von Selbstverteidigungs- und Kampftechniken sowohl mit als auch ohne Waffen beinhaltet, und da das heutige Ninjutsu eine Kampfkunst ist, die sich aus drei verschiedenen Ninja- und sechs verschiedenen Samuraischulen zusammensetzt.

Die Grundlage aller Techniken bildet dabei das Taijutsu, der unbewaffnete Nahkampf. Es basiert auf natürlichen Körperbewegungen und Instinkten, wodurch auch körperlich stärkere Gegner besiegt werden können.


WING CHUN (China)

Wing Chun ist ein (süd-) chinesischer Kampfkunststil (in China mit dem Oberbegriff Wushu, im Westen mit dem Begriff Kung Fu bezeichnet).

Gelehrt wird Wing Chun in Deutschland, Österreich und der Schweiz in zahlreichen kommerziellen und nicht-kommerziellen Schulen, Verbänden und Vereinen. Der Name der Kampfkunst stammt aus dem Kantonesischen, deswegen gibt es keine eindeutige Romanisierung des Begriffes.

Im Wing Chun wurden alle Techniken auf ihre Wirkung hin maximiert. Die Bewegungen sind meist kurz und gerade (i.S. entlang einer Geraden). In der Regel wird keine starre Muskelkraft, sondern die Elastizität des eigenen Bewegungsapparates ausgenutzt. Dies geschieht durch eine Kombination aus Gewichtsverlagerung (Schritttechniken) und spontaner schneller Streckbewegung (Peitschenkraft) mit einem relativ kleinen Anteil eigener Muskelkraft.

Ein typisches Element einiger Wing-Chun-Stile ist der Kettenfauststoß. Man sagt, ein geübter Wing-Chun-Kämpfer könne davon ca. 8-10 Schläge pro Sekunde ausführen. Darüber hinaus entfalten alle Techniken erst in der Kombination miteinander ihre volle Wirkung, wobei es letztlich unerheblich ist, ob Fauststöße oder Handflächenschläge zum Einsatz kommen. Die Kraft des Gegners wird durch Schritttechniken, wie Wendungen, neutralisiert und gegen ihn verwendet (Gleichzeitigkeit von Angriff und Abwehr): Der Angriff ist die Verteidigung. Ein Schlag des Gegners wird so z.B. durch einen konternden Gegenschlag abgewehrt.

Der Stil ist weiterhin durch seine Trittarbeit charakterisiert, die nur sehr wenige Grundtritte umfasst und mit der im Allgemeinen nur niedrige Ziele bis etwa zur Höhe der Hüfte angegriffen werden. Ein Ziel dieser Tritte sind insbesondere Kniegelenk, Oberschenkelansatz und Unterleib des Gegners.


TAEKWONDO (Korea)

Taekwondo (auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do) ist ein koreanischer Kampfsport und steht für Fuß (Tae), Faust (Kwon) und Weg (Do, hier ist der Weg des Geistes gemeint). Obwohl Taekwondo für den laienhaften Betrachter große Ähnlichkeiten mit anderen asiatischen Kampfsportarten aufweist, unterscheidet es sich in einigen wesentlichen Punkten von diesen. So ist die Taekwondo-Technik sehr auf Schnelligkeit und Dynamik ausgelegt, was nicht zuletzt durch den Wettkampf bedingt ist. Im Taekwondo dominieren Fußtechniken deutlicher als in vergleichbaren Kampfsportarten.


MUAY THAI (Thailand)

Muay Thai; Thai: มวยไทย) (oder auch Thaiboxen) ist eine Kampfkunst. Sie ist der Nationalsport Thailands.

Stilistisch auffällige Merkmale des Muay Thai sind Ellenbogen, Knietechniken und das Clinchen. Die für Muay Thai bekannteste Technik ist der Kick mit dem blanken Schienbein, meist auf den Oberschenkel oder Rippenbereich gezielt. Je nach Reglement und Profistufe des Kämpfers können Knietritte zum Kopf zulässig sein. Dabei darf der Kopf des Gegners mit den Fäusten Richtung Boden gezogen werden. Beim Clinchen halten sich die Gegner im Stehen, versuchen sich aus dem Gleichgewicht zu bringen und treten mit den Knien gegen den Oberkörper oder die Oberschenkel des Gegners. Einige Reglements lassen das Fangen und anschließende Halten des gegnerischen Beines zu. Aufgrund des hohen Verletzungsrisikos durch Ellenbogen- und Knietechniken wird Muay Thai als eine der härtesten Kampfsportarten der Welt bezeichnet. Die Faustschlagtechniken sind ähnlich dem traditionellen europäischen Boxen, es sind aber auch Schläge aus der Drehung zulässig, wobei der Kopf des Gegners mit dem Faustrücken getroffen wird. Einige Stilarten erlauben Würfe. Da die meisten Muay-Thai-Würfe sehr gefährlich sind, verbieten die meisten Regelwerke sie jedoch. Andere asiatische Kampfkünste hatten niemals einen großen Einfluss auf die thailändische Kampfkunst, weil die eigene Kampfkunst so ausgereift war, dass die Thais keinen Sinn darin sahen, ihr fremde Techniken hinzuzufügen.


ESKRIMA (Philippinen)

Eskrima ist eine philippinische Kampfkunst, die waffenlosen Kampf, Stockkampf und Klingenkampf (Schwert, Doppelschwert, Speer, Schwert und Schild sowie mit Messern) beinhaltet.

Heute geht es im Eskrima-Training u. a. darum, verschiedene Aspekte des Waffenkampfes zu behandeln; Entwaffnungstechniken, sowie andere Möglichkeiten der Verteidigung gegen Angriffe mit und ohne Waffen gehören ebenso zum Repertoire wie letztlich auch die waffenlose Umsetzung der Kampfprinzipien und Strategien. Durch die Sicherheit im Umgang mit den unterschiedlichsten Gegenständen wie z. B. Kurz- und Langstock, Schwert und Messer wird das höchste Ziel erreicht: die Angst vor einem bewaffneten Gegner zu verlieren – denn selbst Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Regenschirm oder sogar Kugelschreiber können wirkungsvoll als Waffe eingesetzt werden. Durch Benutzung eines Gegenstandes muss der Kraft und dem Gewicht des Gegners keine allzu große Bedeutung beigemessen werden – entscheidend ist die Geschicklichkeit im Umgang mit der Waffe. In unseren Regionen ist des Weiteren die Tanzvariante verbreitet. Hier werden, unter anderem im Theaterbereich, Musikstücke verwendet, zu denen dann zuvor vorgegebene Schlagabfolgen gespielt werden.


STAV (Norwegen)

STAV ist ein traditionelles europäisches Trainingssystem welches Körper, Geist und Seele gleichermaßen ausbildet. Den Körper durch physisches Training, den Geist durch das Studium von Philosophie und Mythologie sowie die Seele durch Schaffung von Klarheit über die Frage wer und was wir wirklich sind.

Das Wort STAV bedeutet in skandinavischen Sprachen soviel wie Stab. In diesem Zusammenhang meint es Runenstab. Somit bedeut STAV etwa "das Wissen um die Runenstäbe". Das Wissen und die Weisheit die in den Runen überliefert sind bilden die Grundlage des Studiums und der Anwendung von STAV.

STAV entstand zwischen dem fünften und neunten Jahrhundert n. Chr. in Norwegen. Angewandt und weitergegeben wurde das Wissen innerhalb der Hafskjoldfamilie bis zum heutigen Tage. Obwohl es auch andere STAV - Überlieferungen gibt so hat sich doch die Hafskjold - Tradition seit mehr als 1000 Jahren bewährt und durchgesetzt.

Die Grundlage des STAV ist das Netz der Realität, das Orlog. Das Wort bedeutet 'grundlegendes Gesetz' bzw. 'grundlegendes Prinzip'. Das Netz wird zweidimensional durch neun Linien dargestellt (siehe Abbildung), wobei es tatsächlich in mehreren Dimensionen existiert. Dieses Netz verbindet Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander. Eine Tatsache aufgrund welcher die Runen mit Wahrsagen in Verbindung gebracht wurden. Der auszubildende Kämpfer lernt das Netz zu erkennen und es zu benutzen um seinen Gegner zu kontrollieren. Die Kenntnis des Netzes und die Fähigkeit es zu benutzen ist auch im Alltagsleben durchaus nützlich.

Da STAV ein universelles System ist lehrt es den Studenten die elementaren Techniken des Kampfes, basierend auf der Wahrnehmung des Netzes. Die Waffen dienen lediglich als Mittel zur Projektion der einzelnen Netzlinien. Im fortgeschrittenen Training lernt der Student auch ohne Waffen zu kämpfen bzw. jeden denkbaren Gegenstand als Waffe zu verwenden. Die traditionellen Waffen sind allerdings der Stab, der Kurzstab, das Schwert, das Kurzschwert, die Axt sowie das Messer.


SAVATE (Frankreich)

Das Savate-Boxe Française ist eine Variante des "Fechtens mit Füßen und Fäusten", die im 17. Jahrhundert in Frankreich entstanden ist.

Beim Savate-Boxe Francaise wird mit den Fäusten und mit Fußtritten gekämpft. Savate-Boxe francaise unterscheidet sich von anderen schlaglastigen Kampfstilen wie z.B. dem Kickboxen oder dem Karate durch die Ausführung der Techniken. Savate-Boxe Francaise wird wie das Boxen in einem Ring durchgeführt.

Savate ist ein französischer Begriff mit der Bedeutung für Straßenkampf oder "Street Fighting" und heißt genau übersetzt 'abgetragener Schuh'. Damit sind die Ursprünge dieser Kampfsportart hinreichend erklärt, die hauptsächlich französischen Seeleuten aus Marseille zugeschrieben werden. Die französischen Soldaten zur Zeit der Revolutionskriege wurden ebenfalls im Savate ausgebildet.


SAMBO (Russland)

Sambo (russisch самбо) ist eine russisch-sowjetische Kampfsportart, die neben eigenen auch Elemente aus dem Boxen, Karate, Jiu-Jitsu und Judo enthält.

Sambo soll traditionelle fernöstliche Kampfkünste mit modernen wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren. Vor allem die Polizei und die Streitkräfte sollten davon profitieren.

Der Begriff Sambo setzt sich aus den russischen Worten Samosaschtschita bes orushia zusammen (Самозащита без оружия) (= Selbstverteidigung ohne Waffen).

Sambo wurde 1938 in der Sowjetunion als Sportart anerkannt.

Bojewoje (Combat) Sambo ist eine auf alten slawischen, anderen europäischen und asiatischen Kampfsystemen basierende Version waffenloser Selbstverteidigung, welche vor dem zweiten Weltkrieg wissenschaftlich überarbeitet wurde. Dieses System wird von seinen Anhängern auch oft einfach als Sambo bezeichnet und mit dem oben genannten Kampfsport verwechselt. Im Gegensatz zum weitaus bekannteren („Sport-“) Sambo und dem in einigen Schulen und Einheiten des russischen Militärs und der Polizei angebotenen („Selbstverteidigungs-“) Sambo, was teilweise eine einfache Mischung aus Sportsambo (judoähnlich) und Karatetechniken darstellt, bildet das echte Combat-Sambo eine kleine aber äußerst elitäre Unterart russischer Selbstverteidigung. Es ist die bis heute unbekannteste und am besten geheimgehaltene Version tödlicher Nahkampfkunst und bleibt nur ausgewählten Angehörigen von Spezialeinheiten ehemaliger Sowjetrepubliken und einem äußerst eng begrenzten Kreis ausländischer Experten, welche zumeist ebenfalls Spezialkräften von Polizei bzw. Militär angehören, vorbehalten.


KRAV MAGA (Israel)

Krav Maga קרב מגע (hebr. "Kontaktkampf") ist ein Überbegriff für verschiedene zivile Selbstverteidigungssysteme sowie für die Nahkampfsysteme der israelischen Streitkräfte. Innerhalb der israelischen Sicherheitskräften wird der Bergriff Krav Maga im Sinne von Nahkampf verwendet. Er umfasst die in den jeweiligen Einheiten durchaus unterschiedlichen Varianten des militärischen oder polizeilichen Nahkampfes.

Die Ursprünge des Krav Maga gehen auf den 1910 in Budapest (Ungarn) geborenen Imi Lichtenfeld zurück, der in Preßburg/Bratislava (heute Slowakei) aufwuchs. Hier lehrte er in den dreißiger Jahren zum ersten Mal seine Kampfmethode, um die dort lebenden Juden gegen rassistische Mobbanden zu unterstützen. Lichtenfeld emigrierte 1940 aus der Slowakei. Nach einer abenteuerlichen Flucht und einer Zeit bei der britischen Armee durfte er 1942 nach Palästina einreisen. Dort unterrichtete er, zuerst mit britischer Unterstützung (Palästina war seinerzeit britisches Protektorat), Nahkampf in den damals zionistischen Untergrundorganisationen Haganah und Palmach. Seinen Namen änderte er in Sde-Or. Nach Gründung des Staates Israel (1948) wurde Lichtenfeld Nahkampfausbilder in der israelischen Armee.

Innerhalb der israelischen Sicherheitskräfte wurde Krav Maga seitdem ständig weiterentwickelt und den jeweiligen Erfordernissen angepasst. Dies geschah vor allem durch die Einsatzleiter und Nahkampfausbilder der Sicherheitskräfte. Die je nach Einsatzzweck unterschiedlichen Erfahrungen der einzelnen Ausbilder führten dazu, dass Krav Maga auch innerhalb der Sicherheitskräfte kein fest definiertes homogenes System ist, sondern der Überbegriff für unterschiedliche Varianten des Nahkampfes.

Benutzeravatar
chimerathor
Kardinal
Beiträge: 1124
Registriert: 18.08.2006, 14:36
Wohnort: Romanshorn
Kontaktdaten:

Beitrag von chimerathor » 20.05.2008, 16:15

irgendwie reicht mir mein würgegriff, meine klappe offensive power-wrestling moves aus. wichtig ist vorallem das einstecken-können!

Bild

Mr. X

Beitrag von Mr. X » 20.05.2008, 16:26

Aikido ist angeblich eine der effektivsten Kampfsportarten. Aber um es zu beherrschen, braucht man viele Jahre.

Benutzeravatar
Herr Wolf
Mönch
Beiträge: 391
Registriert: 12.02.2008, 00:11
Wohnort: Wewelsburg

Beitrag von Herr Wolf » 20.05.2008, 16:49

Das ist bei vielen Kampfsportarten und Selbstverteidigungstechniken der Fall. Und genau deshalb sind sie für viele Europäer auch schwer zu erlernen, weil das jahrelanges Training erfordert.

Sambo, Krav Maga und auch Marine Corp Martial Arts verfolgen einen anderen Ansatz und sind viel schneller zu erlernen.

In den zwanziger Jahren suchte die Rote Armee nach einem geeigneten Kampfstil, um ihre Spezialeinheiten im Nahkampf auszubilden. Dabei stellte man fest, daß die "traditionellen" russischen, europäischen und asiatischen Arten der Selbstverteidigung für den militärischen Einsatz ungeeignet waren. Dies liegt vor allem am zeitlichen Aufwand, der für die Ausbildung aufgewendet werden muß, aber auch an der Tatsache, daß die meisten Techniken nur schwerlich in militärischen Kampfanzügen und mit der entsprechenden Ausrüstung durchgeführt werden können.

Die Zielrichtung der Militärs bestand aber darin, Techniken zu finden, die einfach zu erlernen, leicht durchführbar und effizient sind. Der in dieser Nahkampftechnik ausgebildete Soldat sollte in der Lage sein, seinen Gegner möglichst schnell und effektiv kampfunfähig zu machen.

Die bekanntesten Persönlichkeiten die Sambo ausgeübt haben sind Vladimir Putin (Träger des Schwarzen Gürtels im Sambo und Judo!) und der MMA Champion Fedor Emelianenko.

http://www.youtube.com/watch?v=gSO3jr_Uono

@ Chimi: Gegen gut ausgebildete Fighter nützt dir das herzlich wenig.

Benutzeravatar
Torque
Papst
Beiträge: 4504
Registriert: 02.09.2006, 13:31
Wohnort: aggro berlin crime/kettlerstraße
Kontaktdaten:

Beitrag von Torque » 20.05.2008, 16:54

Bild
Aikido ist geil


hmm, ich hab lange judo und jiu jitsu gemacht. Ich find Kampfsport im allgemeinen geil.
Seit geraumer Zeit geh ich auch hin und wieder zum Taekwon do. Totale Psycho-sportart. echt jetzt. Auch wenns totalen Spaß macht bin ich dafür einfach zu unbeweglich. Mit Taekwondo sollte man wohl echt früh anfangen, dann klappts auch irgendwann mit den Spagattritten an den Kopf.
Auf der anderen Seite, ich habs schon mal geschrieben, bin ich wohl echt nciht der geborene Schläger. Um die Hemmschwelle zu überwinden und hart zurück zu schlagen musste ich bis dato echt immer nen paar harte Treffer kassiert haben :(
Irgendwann will ich auch mal mit thai boxen anfangen, aber bis jetzt gings entweder finanziell oder von der Zeit her nicht.

Benutzeravatar
readel
Kardinal
Beiträge: 1414
Registriert: 27.11.2007, 23:30
Wohnort: Luzické hory

Beitrag von readel » 20.05.2008, 17:02

Es kommt meiner Meinung nach gar nicht so sehr auf den jeweiligen Stil, oder was auch immer an. Es wird immer einen geben, der besser ist als man selber. Wenn man sich das ganze MMA Zeug anguckt, wird da ja fast jede Entscheidung am Boden gemacht, so dass man als Ringer schon nicht so schlecht da steht. Grad Muay Thai ist aber halt stylisch ohne Ende. Von der Effektivität her sollte man aber Sachen wie Krav Maga machen. Und der Vollständigkeit halber könnte man hier noch Brazilian Jiu Jitsu erwähnen, mit Björn Friedrich als Aushängeschild.

Torqui, du machst halt nur Frauensportarten, hehe. Und sei jetzt nicht gleich wieder angepisst, das ist Spass.

Edit: Die effektivste Kampfsportart ist im Übrigen eindeutig: Kneipenschlägerei alá Saxony :wink:

Benutzeravatar
Herr Wolf
Mönch
Beiträge: 391
Registriert: 12.02.2008, 00:11
Wohnort: Wewelsburg

Beitrag von Herr Wolf » 20.05.2008, 17:16

@ Readel: Exakt, im MMA werden die meisten Entscheidungen am Boden gemacht. Deshalb ist Fedor Emelianenko mit seiner phänomenalen Bodentechnik nahezu unbesiegbar. Seine einzige "Niederlage" kassierte er wegen einem illegalen Ellbogenschlag in die Augen.

Das brasilianische Vale Tudo, Krav Maga, Mixed Martial Arts (MMA) und Freefights beleben die Tradition des stilfreien Allkampfes neu. Vorläufer dürfte das griechische Pankration sein.

PANKRATION

Das Pankration (Allkampf, Gesamtkampf; gesprochen „Pankrátion“, von griech. pan = alles; kratos = Kraft) bezeichnet eine Kampfkunst bei den altgriechischen Festspielen, die erstmalig 648 v. Chr. bei den 33. Olympischen Spielen nachweisbar ist. Die Griechen glaubten, dass Pankration von Theseus gegründet wurde.

Das Pankration fand stets am vierten Wettkampftag statt. Es war eine Verbindung von Ringen (Pale) und Boxen (Pygme), wobei im Gegensatz zum Boxen mit bloßen Händen (ohne Nutzung von Bandagen) gekämpft wurde. Die Kämpfe fanden auf lockerem Sand statt.

Der Sieg beim Pankration führte nur über K.O., Aufgabe oder den Tod des Gegners. Anders als beim Ringen oder Boxen waren die Sportler keinen technischen Beschränkungen unterworfen. Das heißt, es waren sowohl Schläge und Tritte, Knie- und Ellenbogenstöße aber auch Würfe, Hebel und Würgegriffe sowohl im Stand, als auch im Bodenkampf erlaubt, nur das Beißen des Gegners und das Eindrücken der Augen waren verboten. Aufgrund dieser Regeln wurde beim Pankration nahezu jede Methode genutzt, den Gegner in einen kampfunfähigen Zustand zu versetzen. Viele der unterlegenen Kämpfer fanden so den Tod oder verließen den Schauplatz des Kampfes als Krüppel. Es kam auch vor, dass der Unterlegene den Kampf mit dem Leben bezahlte, seinem Leichnam aber aufgrund seines guten Kampfes der Sieg zuerkannt wurde.

Benutzeravatar
Stryke
Priester
Beiträge: 242
Registriert: 09.05.2008, 09:56

Beitrag von Stryke » 20.05.2008, 17:21

Ich fing mit Eskrima an, musste aber wegen Zeitnot und Geldmangel damit aufhören. Es ist genial, wenn man bedenkt, dass man in Wirklichkeit ein Schwert in der Hand hält.

Benutzeravatar
readel
Kardinal
Beiträge: 1414
Registriert: 27.11.2007, 23:30
Wohnort: Luzické hory

Beitrag von readel » 20.05.2008, 17:24

Ganz klasse, man läuft ja auch immer mit nem Schwert rum. Also sehr alltagstauglich...

Benutzeravatar
Oktofalz
Heiliger
Beiträge: 5361
Registriert: 26.03.2006, 19:57

Beitrag von Oktofalz » 20.05.2008, 18:00


Benutzeravatar
Graf von Hindenloch
Engel
Beiträge: 38922
Registriert: 19.09.2006, 12:46
Wohnort: Hi-Lo Country

Beitrag von Graf von Hindenloch » 20.05.2008, 18:03

Ich beherrsche nur das Kampftrinken... Und selbst da bin ich schon geschlagen worden... :cry:

Benutzeravatar
readel
Kardinal
Beiträge: 1414
Registriert: 27.11.2007, 23:30
Wohnort: Luzické hory

Beitrag von readel » 20.05.2008, 18:31

In diesem anspruchsvollen Stil (auch "torkelnder Tiger" genannt) mach ich euch alle fertig.

Asatrve
Priester
Beiträge: 174
Registriert: 09.03.2008, 15:28

Beitrag von Asatrve » 20.05.2008, 19:16

Ich geh seit Herbst 07 in Ju-Jutsu (nicht Jiu-Jitsu), eine in Deutschland entwickelte Art. Ist - glaube ich - auch diejenige Kampfsportart, welche die Polizei gelehrt bekommt, da hier mit viel Ausweichmanövern, Konterangriffen und Fest- und Würgegriffen gearbeitet wird.

Die Alltagstauglichkeit dieser Sportart ist für mich sehr interessant. Keine "ästhetischen" Furunkel wie z.B. die irrsinnigen Tritte beim Taekwondo, sondern einfach ausweichen - kontern - festhalten - fertig.

Benutzeravatar
Hagel
Papst
Beiträge: 2403
Registriert: 17.09.2007, 18:24
Wohnort: OE-OE

Beitrag von Hagel » 20.05.2008, 19:47

Ich beherrsche diverse Techniken, um körperlich Unterlegene zu mobben.

Benutzeravatar
Herr Wolf
Mönch
Beiträge: 391
Registriert: 12.02.2008, 00:11
Wohnort: Wewelsburg

Beitrag von Herr Wolf » 20.05.2008, 19:52

Ju-Jutsu ist die Selbstverteidigungstechnik, welche in Deutschland, der Schweiz und Österreich vor allem von der Polizei und Sicherheitsdiensten trainiert wird. Bei SEK-Einheiten und Elitesoldaten reichen diese Techniken allerdings nicht mehr aus, weshalb zusätzlich auch Krav Maga und Combat-Sambo unterrichtet wird.

1967 wurden Franz-Josef Gresch, Werner Heim, Otto Brief, Richard Unterberger, Klaus Münstermann und weitere hochgraduierte Dan-Träger vom Deutschen Dan-Kollegium damit beauftragt, Techniken aus Jiu-Jitsu, Judo, Karate, Aikido und anderen Kampfsportarten zu einem neuen Selbstverteidigungssystem zusammenzustellen. Auftraggeber war das Bundesinnenministerium, das für Polizei, Zoll, Justiz und Streitkräfte ein effektives, stiloffenes und -übergreifendes System für die waffenlose Selbstverteidigung suchte. So nahm man aus den erwähnten Kampfkunststilen diejenigen Techniken, die für die tägliche Praxis eben dieser Berufsgruppen am sinnvollsten erschienen und fasste sie zusammen. Da die "sanften" Techniken gegenüber Tritten und Schlägen überwogen, nannte man das Ganze "Sanfte Kunst", Ju-Jutsu. Die erste vollständige Fassung des neuen Regelsystems wurde am 22. April 1969 veröffentlicht.

Benutzeravatar
Oxford
Papst
Beiträge: 2033
Registriert: 31.10.2007, 11:17
Wohnort: Aargau

Beitrag von Oxford » 20.05.2008, 19:57

Vielleicht sollte man anfügen, dass man Kampfkünste nicht so einfach in effizient und nicht effizient einteilen kann. Zum einen deshalb, weil es immer darauf ankommt, wer es lehrt und wie man es lernt. Zudem sind die meisten tradionellen Kampfkünste sehr breit ausgelegt, also oft (ursprünglich) "Allround-Systeme".
Das Lernen ist daher sehr langwierig und viele Leute unterrichten, bevor sie überhaupt genügend Wissen haben. Dabei geht immer ein Teil verloren, so dass schlussendlich nur noch kastrierte System übrigbleiben. Typisch dafür sind neben Karate auch Judo oder Ju Jutsu, welches mit den Koryu Jujutsu Schulen nicht mehr viel gemeinsam hat.

Man kennt halt die typischen Klischees und die vielen Mythen, welche sich in Kampfkunst-Kreisen wohl besonders lange halten wie z.B. Karate, welches ja als leere Hand übersetzt wird, dabei hiess Karate ursprünglich chinesische Hand und kannte Waffenkampf und Würfe genauso wie Schläge, da es von China stammt und via Okinawa nach Japan kam. Genauso ist Taekwondo keine koreanische Kampfkunst, vielmehr hatte Choi Hong Hi Karate gelernt. Taekkyon hingegen ist eine ursprünglich koreanische Kampfkunst, diese Elemente sind in Taekwondo nicht enthalten. Hier in Europa kennt man jedoch diese Kampfkunst wohl selten.

Auch muss man unterscheiden, dass Kampfkunst nicht gleich Strassenkampf ist. Judo aber auch die Vale Tudo / MMA fights werden auf Matten oder gefedertem Boden ausgeführt. Eine Strasse hingegen ist ein bisschen härter, so dass sich die Wettkampfbodentechniken nicht unbedingt eignen.

An Herr Clement: Die drunken Techniken gehören typischerweise zu den anspruchsvollsten und schwierigsten Techniken und werden typischerweise auch erst Meisterschülern gelehrt. Daher sollte sich das Forum, da Sie diese Kenntnisse besitzen, (wieder einmal) tief vor Ihnen verneigen.

Und über die Effizienz von Kampfkünsten geht man besser in ein Kampfkunst-Forum diskutieren, dort ist das eine never ending story, dabei gingen all diese Leute besser trainieren, als diskutieren :wink:

Benutzeravatar
Stryke
Priester
Beiträge: 242
Registriert: 09.05.2008, 09:56

Beitrag von Stryke » 20.05.2008, 20:01

readel hat geschrieben:Ganz klasse, man läuft ja auch immer mit nem Schwert rum. Also sehr alltagstauglich...
ein Regenschirm tuts auch.

oder ein Pfiff und ab ins Loch.

Benutzeravatar
Zum streitbaren Hugo
Mönch
Beiträge: 345
Registriert: 06.10.2007, 12:06

Beitrag von Zum streitbaren Hugo » 21.05.2008, 05:05

Ich habe den schwarzen Gürtel in Mikado und Origami.

Wehe euch.

Benutzeravatar
Oxford
Papst
Beiträge: 2033
Registriert: 31.10.2007, 11:17
Wohnort: Aargau

Beitrag von Oxford » 21.05.2008, 08:32

Zum streitbaren Hugo hat geschrieben:Ich habe den schwarzen Gürtel in Mikado und Origami.
Das wiederspiegelt so das typische Bild, dass man von einem Schwarzgurt hat. Dabei heisst einen schwarzen Gürtel zu erreichen überhaupt nicht, dass man nun Meister ist, sondern ist im Gegenteil erst der Anfang der Ausbildung. Man kann dies vergleichen, wie wenn man die Grundschule/Primarschule abgeschlossen hat. Erst danach fängt es erst richtig an, daher gehen ja die Graduierungen danach weiter, man wird sozusagen "doppelter", "dreifacher", etc. Schwarzgurt. Typischerweise erreicht man in Japan den Schwarzgurt auch schneller als z.B. in Europa, die Anforderungen sind dort tiefer.

Mina's_AergeraMoor
Kardinal
Beiträge: 1095
Registriert: 13.06.2006, 21:02

Beitrag von Mina's_AergeraMoor » 22.05.2008, 09:23

Und diversen Leuten scheint immer noch nicht klar geworden zu sein, dass AIKIDO streng genommen KEINE Kampfsportart ist!

*hat den schwarzen Gurt nie erreicht und wird ihn auch nie erreichen*

*begeht wohl trotzdem bald den Seppuku angesichts des hier weit verbreiteten Halbwissens*

Antworten
Back to top