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BM und Alter

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Graf von Hindenloch
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BM und Alter

Beitrag von Graf von Hindenloch » 12.03.2008, 19:27

Es muss hier auch einmal ein ganz schweres Thema angesprochen werden. Und zwar ist dies mein in letzter Zeit sicherlich gehäuft auftretendes Nörgeln über Beiträge von 20-Jährigen.
Es ist klar: Jeder muss mal anfangen und man kann sich nicht aussuchen, wann man geboren wird. Aber trotzdem: Meistens sind Beiträge von 20-Jährigen BM-lern extrem mühsam! Zum Einen sicher deshalb, weil sie mich daran erinnern, dass ich selber in dem Alter (und darüber hinaus) noch viel dümmeres gelabert habe, aber MEISTENS doch eher deshalb, weil diese Beiträge so extrem unqualifiziert sind!

Wie zum Beispiel kommt ein 20-Jähriger BM-Fatzke dazu, über schlechte Produktion zu lamentieren?

BM ist KEIN DM!!! BM HATTTE MAL schlecht aufgenommen zu sein!!! Aber damals wart ihr im Kindergarten! Das Schlimme ist, dass die heute 20-Jährigen glauben, es habe schon immer alles im Internet stattgefunden und dass deshalb für alles der technologische Standard von heute vorauszusetzen sei!

Aber BM war nun mal nur von ca. 1992 bis 1996 relevant!! Danach nicht mehr! Es tut mir SOOO leid, dass ihr eure Jugend nicht damals verleben durftet. Und das meine ich ernst! Denn dann würdet ihr auch nicht über "miese Produktion" etc. lallen oder über "geile neue BM-Bands" "-Bewegungen" oder was auch immer, das es gar nicht gibt!

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Ge
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Re: BM und Alter

Beitrag von Ge » 12.03.2008, 20:33

ach mei, zumindest hören sie bm (oder so), damit haben sie, herr bums, mehr mit ihnen gemein, als mit den meisten anderen "20jährigen"

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Beitrag von Torque » 12.03.2008, 20:45

also ich find aufnahmen in fisherpricekassettenrecorder qualität geil. das erinnert mich immer an frühkindliche phasen


[hört dt bootlegs und lutscht dabei am daumen]

Chuaghan
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Beitrag von Chuaghan » 12.03.2008, 20:52

Immerhin bin ich am Anfang der relevanten Zeit geboren!! So!

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Beitrag von Asatrve » 12.03.2008, 21:03

Da gebe ich dem Fadenersteller mal in allen Punkten recht, obwohl ich selbst noch so jung bin.

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 12.03.2008, 21:13

Herr Clement hat geschrieben:Aber BM war nun mal nur von ca. 1992 bis 1996 relevant!!
Es geht im Black Metal um alles, ich stimme auch in allen anderen Punkten mit ihnen überein, aber Relevanz???
Für was?
Für den Krieg gegen das Christentum? Wie junge Leute ihre Eltern am besten ärgern können? Musikalisch? Beim besten Willen, Herr Clement, aber ich verstehe das nicht. Wie können sie eine "Bewegung" zu Grabe tragen, die ihnen so viel gegeben hat? Sind sie nicht in der Lage dazu, die Transformation des BM zu sehen? Von musikalisch grenzwertigen, fanatischen Pionieren hin zu fähigen, ebenso fanatischen Nachfolgern die sowohl musikalisch als auch ideologisch überzeugen können.?

Black Metal ist nicht statisch. Auch wenn heutzutage zu 90% Schrott veröffentlicht wird gibt es doch noch immer jene 5, die die Sache wert sind.

Oder nicht?

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Beitrag von ticino1 » 12.03.2008, 21:17


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Beitrag von Ganymed » 12.03.2008, 21:52

Interessantes Thema, Herr Clement.

Verständlich, dass Sie als "alter Hase" des Black Metal, zuweilen den Nachwuchs in die Schuhe stellen müssen. Und das ist ja auch gut so, schliesslich sorgt sich jeder um den Nachwuchs.

Auch klar, dass Black Metal Anno 2008 nicht mehr das selbe ist, wie zu ihren wilden Zeiten. Damals stand halt das ganze noch in Kinderschuhen, war Neuland und nicht zuletzt ein extreme Rebellion in den Augen der damaligen Gesellschaft. Heute rückt meines Erachtens mehr und mehr die Musik selbst in den Vordergrund und daher kann es halt auch mal vorkommen, dass sich 20 Jährige über deren Qualität (eben z.B. die von ihnen genannte Produktion) beschweren.

Ein 20- Jähriger BM'ler wirkt in meinen meinen Augen dennoch nicht weniger authentisch (vom Alter her), aber er kommt halt zweifelsohne nicht mehr in den Genuss der damaligen Euphorie. Trotzdem klingt "Transylvanian Hunger" heute noch gleich wie früher, jeder 16-Jährige kann's noch hören und das musikalische Erbe wurde konserviert und weitergegeben. Nur ist halt der Bezug eines 20- Jährigen, dessen erstes Album "Enthroned Darkness Triumphant" war, nicht derselbe wie der von jemandem, der sich das Album damals bei Erscheinung im örtlichen Platten-Lädeli zugelegt hat. Mit genügend Recherche und Enthusiasmus, kann sich aber auch ein 20-Jähriger ein klein wenig vorstellen, was damals abging. Vorallem wenn man noch ältere Brüder oder Bekannte kennt, die in der guten alten Zeit ihr Unwesen trieben.

Ihre Einstellung gegenüber neuen scheiss Bands kann ich auch nachvollziehen. Ich denke ein beträchtlicher Beitrag für den Qualitätsverlust wie Sie ihn empfinden, hat das Internet geleistet. Jeder Depp kann heutzutage ne mittelschlechte Band gründen und durch Neumedien wie MySpace seine Musik in der ganzen Welt verbreiten. Aber war den Darkthrone dazumal nicht auch neu? Hat man nicht auch darüber gelallt?
Und wie kam man eigentlich damals zum Schluss, dass DT geilen/guten Black Metal spielen ? Es gab ja vorhin nichts vergleichbares.
Wäre eine heutige scheiss Band, damals vielleicht auch abgefeiert worden?
Edit: Black Metal Bands von heute stecken sowieso in einem Dilemma.
Klingt man konservativ/ursprünglich wird man schnell als irgend ne billige Kopie entlarvt. Versucht man jedoch mal was neues zu entwickeln, ist das dann irgendwie nicht im Sinne des wahren Black Metal.

Nebenbei gesagt, gibts auch genug alte Hasen die Scheisse schwafeln. Wie sagt man so schön: Alter schützt vor Dummheit nicht.
Zuletzt geändert von Ganymed am 12.03.2008, 22:26, insgesamt 4-mal geändert.

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Beitrag von Oxford » 12.03.2008, 22:01

Herr Clement

Klar haben Sie recht und trotzdem ändern die Ansprüche ebenso auch mit dem Alter, also dem Altern. Ich erinnere mich noch an meine ersten BM Aufnahmen. Ich hatte die auf Tape bekommen, natürlich kopiert von einer Kopie einer überspielten Musikkassette, welche kopiert war von einer überspielten Kopie einer Kopie von der ich nicht mal mehr weiss, wie das Zeugs hiess.... Und so hörte es sich auch an und es war einfach nur geil, cool, toll, einfach der absolute Orgasmus!
Heute sind meine Ansprüche gestiegen und ich gebe zu, dass das letzte Mal, wo ich umgezogen bin, ich all diese BM-Tapes entsorgt habe - ja Sie haben richtig gelesen, weggeworfen in den Müll und kremiert, fertig schluss.

Die Alben der frühen 90er führe ich inzwischen meist auf CD, da dies schlicht praktischer für unterwegs ist, da ich den Qualitätsverlust auf iPod nicht wirklich mag und Vinyl zu gross für das Autoradio ist - obwohl ich zu Hause noch Vinyl führe, ebenso wie eine B&O Anlage, wo ich die CDs direkt ohne (grossen) Kompressionsverlust auf die integrierte Harddisc überspielen kann und danach nicht einmal mehr eine CD zum Abhören einwerfen muss. Der emotionale Verlust, aufzustehen, die Schallplatte zu wenden, die Nadel evtl. noch kurz zu putzen und wieder zu starten hält sich sehr in Grenzen.

BM war damals eine grossartige Weiterentwicklung und Innovation von Musik und Künstlern und ich höre diese Alben heute noch gerne und oft. Aber diese Weiterentwicklung sollte man den heutigen Künstlern auch noch zugestehen und sie nicht limitieren auf ein paar Jahre eines vergangenen Jahrhunderts. Weiterentwicklung und die Wurzeln nicht vergessen - und Wurzel heisst für mich nicht "schlechte Qualität als einziges Identifikationsmittel". Und revolutionär ist schlechte Qualität schon lange nicht mehr, genau wie BM heute, genau, wie er es wahrscheinlich auch nie war.

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Beitrag von Torque » 12.03.2008, 22:22

Oxford hat geschrieben: BM war damals eine grossartige Weiterentwicklung und Innovation von Musik und Künstlern und ich höre diese Alben heute noch gerne und oft. .
ganz ehrlich, ich dachte bis jetzt immer der 92-96 black metal habe als schlecht eingespielter death metal begonnen :shock: :shock:

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Beitrag von Ganymed » 12.03.2008, 22:24

Torque hat geschrieben:
Oxford hat geschrieben: BM war damals eine grossartige Weiterentwicklung und Innovation von Musik und Künstlern und ich höre diese Alben heute noch gerne und oft. .
ganz ehrlich, ich dachte bis jetzt immer der 92-96 black metal habe als schlecht eingespielter death metal begonnen :shock: :shock:
BM ist ja auch nichts anderes als schlecht eingespielter Death Metal. :wink:

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 13.03.2008, 00:07

@Torque damit haben Sie nun echt ins Klo gegriffen. Der "schlecht-gespielter-DM-Black Metal" war ein Vorläufer des Norwegen-BM (zumindest in dem Sinne, dass sich die Norweger imagetechnisch auf diesen beriefen), der aber entwicklungsgeschichtlich mit diesem fast nichts zu tun hat! Das kommt davon, wenn man Hans Dampf in allen Gassen sein will und tausend Musikgenres hört! Überall nur Mangelwissen! Selber schuld! Bleiben Sie beim Hip Hop. Da haben Sie vielleicht (zumindest Genrehistorisch) eine Ahnung!

Zu mir und meinem unanfechtbaren Urteil: Ich will einfach meine 90er wiederhaben! Ende!

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Beitrag von Torque » 13.03.2008, 00:28

:( :( die hip hopper sagen das gleiche zu mir nur dass ich beim metal bleiben soll...
Dachte immer Mayhem, Darkthrone und Konsorten hätten als Death metal bands begonnen. Auch wenn mich das jetzt wohl noch tiefer in die Scheisse reitet aber ich hab eigentlich immer mehr "metal" gehört als(reinen) hip hop. Mit Hip hop hab ich u.a. eig. nur angefangen als ich begonnen hab auf marathon zu trainieren, weil ich auf Metal und Oi oder country so schlecht laufen kann.

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Beitrag von Ganymed » 13.03.2008, 00:36

Nicht so schlimm, ich hab BM auch erst beim Skifahren entdeckt.

Mr. X

Beitrag von Mr. X » 13.03.2008, 02:08

Und ich hab den Black Metal im Lotto gewonnen.

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Re: BM und Alter

Beitrag von Herr Wolf » 13.03.2008, 04:15

...

:evil:
Zuletzt geändert von Herr Wolf am 18.04.2008, 03:15, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von chimerathor » 13.03.2008, 08:38

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Beitrag von Totgeburt » 13.03.2008, 08:41

Ou mann...

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Beitrag von Totgeburt » 13.03.2008, 09:21

Habt ihr nix besseres zu tun als die debile Userschaft mit Sprüchen wie:

"Früher war alles besser!"

"Heute ist alles scheisse!"

"Es gibt keine Zukunft im Bläck Medl!"

zu ärgern?

Tut mir leid, aber wieso interessiert euch die angebliche "Unwissenheit" der jüngeren Anhänger eures ach so verschlossenen/nur bestimmten Leuten vorbehaltenen/ausser mir hat niemand eine Ahnung - Genres?
Ja, die meisten hier haben die Bewegung erst nach 96 kennengelernt. Ja, die musikalischen Prioritäten haben sich geändert.
Und? Was bringt das? Bzw. wenn interessiert das? Wieso verbringt ihr eure Zeit damit euch zu beschweren? Ändern kann man es nicht.
Die Bezeichnung "Black Metal" als solches ist doch eh schwul. Meine Meinung. Die heutige Szene ist abhängig von den modernen Medien und kostet dies auch in vollen Zügen aus.
Und? Tut euch das weh? Warum? Weil ihr die Möglichkeiten nicht hattet? Ja, ich schätze das was heute als "moderner BM" gehandelt wird. Warum? Weil es (in einigen Fällen) eine Intensität birgt die seinesgleichen sucht. Egal ob in textlicher oder musikalischer Hinsicht.

Die verdammte Nörgelei geht mir extrem auf den Sack, stänkert doch in euere Bärte (sofern vorhanden) und lasst den Nachwuchs auf dem Medienspielplatz rumtollen. Wer sich darüber aufregen kann ist selber schuld.

Jetzt mögt ihr mich sicher nicht mehr.

Azrael
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Beitrag von Azrael » 13.03.2008, 09:36

Zum Glück hat Totgeburt schon alles Relevante (ha!) gesagt, ich wär zu faul dafür gewesen.

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