Schwermetall • Decline of the Western Civilization - Part II
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Decline of the Western Civilization - Part II

Verfasst: 26.03.2014, 19:42
von ticino1
Die erfahrenen hier werden sich erinnern: Kurz vor Mitte Neunzigern war es metallisch so ziemlich alles am Arsch, was es nur es hätte sein können. Vieles ging in Richtung Hardcore, Pantera hinterliessen ihre Spuren, Political Correctness kam vermehrt auf, usw., usf.

Nun, mir ist es bei meiner Aristocrazia-Aktivität seit einiger Zeit aufgefallen, dass massiv mehr Schrott zum Reviewen reinkommt. Shoegaze zuerst, dann Post-(beliebiger Begriff), After-(beliebiger Begriff), New-(beliebiger Begriff), Innovative-Old School-Classic, usw. heissen die super Genres. Virtuelle Einrichtungen wie Bandcamp helfen trotz einigen Vorteilen bei dem Marken-Brei tüchtig mit. Was ich als „Schrott“ bezeichne, werden andere weltoffenen Users vielleicht als „wohltuende Diversifizierung“ des Metals preisen.

Es gibt sicher Liebhaber für diesen kostbaren Stoff, ich frage mich aber, wo bleibt der Metal als solches, der mit Gitarren, Image, Dreck und Nieten? Klar, es gibt immer noch ein paar wenige Gruppen die sich der klassischen Richtungen widmen und den Mut aufbringen, etwas Eigenes einzubringen und versuchen etwas zu bewegen. Andere wieder tun es oft unter dem Begriff „Old School“, der heute nur einen Synonym für „abgefahrener Zug“ zu sein scheint. Die Resultate sind sowieso meistens… naja, gewöhnungsbedürftig, hölzern und langweilig. Doom und Heavy sind im Moment noch recht „in“, aber sonst scheint mir subjektiv vieles ruhiger geworden zu sein. Die Qualität der Konzerte käme noch dazu… lassen wir es. Man könnte hoffen, dass die sonst nicht-Metal Nationen künftig etwas abliefern, aber in Verbindung mit dem Web 2.0? Wunder sind keine zu erwarten…

Lange Rede kurzer Sinn. Geht es mit dem Metal wieder (und weiter) Bergab wie Anfangs Neunzigern? In welcher Richtung geht es überhaupt weiter? Welche Szenarien erwarten uns? Wie ist Eure Meinung? (Fragen über Fragen…)

Verfasst: 26.03.2014, 19:44
von Graf von Hindenloch
Ticino: Metal ist lange nicht das einzige was im Inet und DURCH das Inet gänzlich zerstört wurde/werden wird...

Re: Decline of the Western Civilization - Part II

Verfasst: 26.03.2014, 20:06
von rübezahl
"Questions, questions. Many you ask
about the future and some of the past.
Few have seen what I see, fewer still will ever know.
I gave an eye to see better
and you thirst for knowledge grows.
But you, my child, who treads the road of pain.
Who have felt such anger. Such that bears no name.
Thee shall I nurse as if you were my own son.
And this very night your training will already have begun.
For I have seen you come for a thousand years or so.
And the gods have told me to teach you all that
I possess and know.
And though me eye no longer sees
my hand held out in front of me,
I still gaze crystal clear at all
that moral man cannot see.
And I see you riding up on a stallion as white as snow
which the speed of the winds and endurance untold
and you weild a sword of steel forged in fire an ice.
And the cry of a warrior you sound
and victory is in your eyes.
Hear me my son, for you are the chosen one."

Verfasst: 26.03.2014, 20:17
von ticino1
(Wartet auf themenbezogene kommentare oder auf die Löschung durch Imp)

Verfasst: 26.03.2014, 20:24
von Graf von Hindenloch
Wart noch!
MORGEN LASSE ICH MICH DAZU AUS!

UND ZWAR GRÜNDLICH!!!

Verfasst: 26.03.2014, 20:27
von rübezahl
Hm, schwer darauf zu antworten, da jeder seine eigene Vorstellung vom einzig wahren Metal hat.

Ich für meinen Teil denke, dass Jammern nichts bringt und versuche, positiv nach vorne zu blicken. Und in der Tat entdecke ich gerade in den letzten 2,3 Jahren wieder viel gute neue Sachen (oder auch gute Neuinterpretationen). Evilfeast, Cult of Fire, In Solitude - um nur einige prominentere Beispiele zu nennen.

Es wird immer mehr, aber es geht auch immer weiter und keineswegs "den Bach hinunter". Ob man sich aber die Mühe machen möchte, diese Perlen zu entdecken, liegt wohl im Interesse jedes Einzelnen. Es gibt sie auf jeden Fall.

P.S. Sorry Ticino für das kommentarlose Posten des Zitats, aber da bei mir grad zufällig die Blood on ice läuft, war das mein erster Gedanke zu deinen "Fragen über Fragen"-Part...

Verfasst: 27.03.2014, 07:23
von Svart
Ich denke nicht, dass sich im Metal nichts bewegt. Ich halte es für zu früh um zu sagen, dass es nun wieder bergab geht. Durch den Vinylhype, der schon seit einigen Jahren anhält, erfreut sich diese Musiksparte ja immer noch einer außerordentlichen Beliebtheit. Ich würde sogar eher sagen, der Metal ist beliebt wie nie!

Meiner Meinung nach, gab es früher im Verhältnis genauso viel Schrott wie heute. Das Problem heutzutage ist eher die massive Veröffentlichungsflut inkl. Werbefeldzug und die damit verbundene Suche nach dem Heuhaufen, in dem man anschließend noch die Nadel finden muss. (Deshalb fand ich die YT Links im "Was hört ihr gerade" Faden auch immer recht praktisch) Aber wie die Rübe schon schrieb, es gibt diese "Nadeln" durchaus noch.

Ob die dann aber die erhoffte Innovation mit sich bringen, darf bezweifelt werden. Post-(beliebiger Begriff), After-(beliebiger Begriff), New-(beliebiger Begriff), Innovative-Old School-Classic hast Du als Stichworte ja schon genannt. Und nicht jeder kann sich damit anfreunden, dass Bewährtes "erneuert" wird, indem man genreuntypische Einflüsse verwendet. Shoegaze sei dafür mal als Beispiel genannt.

Fakt ist aber, dass es fernab jeglicher Innovation auch noch Bands gibt, die auf Neuerungen scheißen und nicht mit Dreck und Nieten sparen. Gerade im DM gibt es einen Haufen guter Kapellen, die rotzig, dreckig und räudig genug sind um sich wohltuend von den Hochglanz-schneller-höher-weiter-immmer-brutaler-und-krasser-frickel-Bands unterscheiden, die ja gerade Ende der 90er ein Wettrüsten veranstalteten. Aber auch das ist nicht innovativ!

Ich denke das größte Problem des Metal ist, die totale Übersättigung, die, (auch wenn ich mir jetzt widerspreche), wie Clement ja schon treffend beschrieben hat, durch das SOFORT-VERFÜGBAR-AGE gefördert wird, verbunden mit einer Veröffentlichungsflut, die nicht gesund ist. Heute kann doch jeder Idiot seinen Kram zuhause produzieren und Online verfügbar machen. Womit wir wieder beim Heuhaufen und der Nadel sind. Es gibt noch viele ausgezeichnete Bands, aber es wird immer schwieriger diese auch zu finden.

Verfasst: 27.03.2014, 07:42
von BarbaPeder
Ich finde auch nicht dass es bergab geht. Es gibt soviele gute Sachen da ist es halt eine Frage der Recherche und Geduld. Unbestritten ist natürlich die Veröffentlichungsflut und der grosse Haufen Scheisse den es nun mal gibt. Aber ich finde es auch etwas gesucht alles immer mit früher zu vergleichen. Es ist anders als früher get over it.
Plus ich frage mich wie du dich (ticino) über die Qualität von Konzerten auslassen kannst wenn du selbst fast nie an solchen auftauchst ;) Auch da gibts immer mal wieder sehr gute Sachen (zwischen viel Kake natürlich)

Ich glaube man hat eine Art falsche Erwartungshaltung, dass alles was unter dem Metal Banner läuft automatisch gut sein muss weil es viele Klassiker gibt. Ich mach das eher umgekehrt. Es ist einfach alles beschissen und daraus kann man sich dann die Perlen raussuchen..

Aber schlussendlich spielts ja auch keine Rolle. Man kann Musik ja sehr gut abseits von Trends und der Meinungen anderer hören. Und ich für meinen Teil wäre froh wenn etwas weniger Volk aufkreuzen würde..

Verfasst: 27.03.2014, 10:11
von Graf von Hindenloch
Um der ganzen Frage auf den Grund zu gehen, müssen wir zunächst einmal ein Grundproblem unserer Zeit vergegenwärtigen:

Das Grundproblem ist, dass es heute ZU einfach ist, Musik aufzunehmen, zu produzieren und zu veröffentlichen.

Verantwortlich dafür ist die Entwicklung der Digital/Computertechnologie zum einen, und die darauf basierende soziale Entwicklung hin zu immer mehr und immer schnellerer Kommunikation auf der anderen Seite.

Was sind die Folgen:

Die Folgen sind immer mehr, in immer kürzeren Abständen folgende Bands, Richtungen (die sich signifikant dadurch ausweisen dass sie ausschliesslich aus recyceltem, bereits bestehendem Material sich zusammensetzen), Trends, Meldungen, Informationen und so weiter.

In Kürze: Jeder Anhänger der Richtung konsumiert heute mehr BM denn je zuvor, er produziert, falls Musiker, mehr denn je, er kommuniziert mehr denn je, und er hat dabei zugleich immer weniger Befriedigung durch das, was er macht. Genau so wie ein Drogenabhängiger, der seine Dosis im Austausch für eine immer noch kleinere und kürzere Wirkung steigern muss.

Eine Band heute erscheint blitzschnell: Von der Idee zur ersten Veröffentlichung vergehen manchmal weniger als ein paar STUNDEN!
Dann muss sich diese Band in einem nicht tatsächlich so zu nennenden "Underground" der an der obersten Oberfläche der Allerweltsportale stattfindet, "behaupten". D.H. es muss MASSENKOMMUNIZIERT werden, und das wird auch, automatisiert durch diese Netzwerke. Ein neuer Name, ein neues Demo erscheint, zeitgleich mit ca. 30'000 anderen/ähnlichen, wird mittels moderner Kommunikation in so grosser Zahl wie möglich gespamt, bei zugleich noch grösserem Desinteresse selbst derer, die es "mal kurz anklicken"und verschwindet dann meist innert Monaten oder sogar Wochen/Tagen wieder.

Was zurückbleibt, bei den Erschaffern der Musik, und den Konsumenten, ist eine immer grösser werdende Leere, die sie, unfähig die Ursache derselben zu erkennen, durch noch mehr Konsum/Produktion von noch mehr Sekunden-Bands, noch mehr links und noch mehr Kommunikation zu kompensieren versuchen.

Das führt einzig dazu, dass sich das Rad der vollkommen sinnlosen, inhaltslosen neuen Bands, neuen "Trends" und neuen "Ideen" immer noch schneller dreht, so lange, bis schliesslich auch der Letzte sich genervt davon abwenden wird. Nicht zwingend unwillig, weiterzumachen, aber unfähig dazu.

Was dann geschieht, kann ich auch nicht sagen, aber die oben beschriebenen Vorgänge, die in jeder Hinsicht, nicht nur im Metal, kulturzerstörend sind, sind ja bereits da. Daher ist meine Prognose für die weitere Entwicklung klar, aber diejenige für ein mögliches danach völlig verschwommen.


So, Ticino1. Ich hoffe dies war Themenbezogen genug!

Verfasst: 27.03.2014, 11:04
von Graf von Hindenloch
Weiterhin: Was man daraus ableiten kann, und was ich auch schon seit Jahren tue und immer wieder verkünde - auch als selber von dieser Entwicklung Betroffener - ist, dass mehr Kommunikation nicht zu einem Mehr an Kreativität führt, sondern im Gegenteil zu einer Verflachung, Verkümmerung und Degeneration des kreativen Potentials des Einzelnen. Ein Mehr an Kommunikation, in Sprache und Musik (oder auch in Bildern) wird dem Einzelnen höchstens zeigen, dass egal weas er sich ausdenkt, es schon DA ist. Er wird sich dadurch fast automatisch dieser Übermacht an Existenz fügen und versuchen, sich kreativ zu betätigen, indem er vorhandenes Material neu zusammenstellt. Dies führt zu einer Endlosschleife aus Repetition, wie wir sie heute nicht nur im Metal haben.

So bin ich beispielsweise überzeugt:

Wäre die Internet-Kommunikationsexplosion NICHT erfolgt, gäbe es heute keinen BM mehr wie 1994 oder 1995. Es gäbe ganz neue Genres, die tatsächlich neu wären. Weil Menschen, ihren eigenen Gedanken und Ideen ganz überlassen, sich Dinge erdacht hätten die vorher niemals da waren. Die Möglichkeit ist ja, wie die Geschichte beweist, im Menschen ANGELEGT. Und dass sie ganz genau ab dem Zeitpunkt VERSCHWINDET, in dem die Kommunikation alles und jeden zu jeder Zeit erfasst, ist kein Zufall!

was für Wissenschaften, etc. nützlich sein mag, ist ein zerstörerischer Faktor auf dem Gebiet der Kunst. Jeder Kunst. Denn der Filmkunst und der Literatur geht es nicht besser als der Musik, nicht besser als dem Metal...

Verfasst: 27.03.2014, 12:04
von Eldain
Es ist sicherlich zu unterscheiden zwischen Hörer und Spieler. Anhänger letzterer, welche sich an die "alte Schule" halten, tun dies wohl meistens nicht um des Imitierens Willen, sondern um den alten Geist einzufangen, und sie tun dies für sich. Und manchen Bands gelingt es ja auch leidlich. Aber dies ist nunmal nicht das einzig legitime Ziel einer Band. Manche Bands finden in der Veränderung zu ihrem eigenen Geist.

Als Hörer braucht es kaum neue Bands, welche lediglich die alten Sachen imitieren. Es gibt dermassen viel gute "alte" Musik, dass man nicht aus Mangel auf Neues angewiesen ist. Ich freue mich zwar über neue Ideen im alten Gewand, aber wenn ich etwas Altes will, dann greife ich zum Original, denn DAS ist der Kult.

Für denjenigen, der Neues sucht, ist die Metapher der Nadel im Heuhaufen tatsächlich passend. Aber: Die gute Nadel zu finden ist heute nicht schwieriger als früher. Früher kannte man einfach nur einen kleinen Teil des Haufens und hatte deshalb nur Zugriff auf die kleine Anzahl Nadeln, die dort auffindbar waren. An das gute Zeug gelangte man meistens nur durch Empfehlungen von Kollegen, vom Durchstöbern von Plattenläden oder höchstens noch durch Berichte in Magazinen. Ein elends beschränkter Haufen. Heute ist fast alles zugänglich. Ein riesiger Haufen. Logisch, dass man sich da neue Such- und Entscheidungsalgorithmen zulegen muss und dass man sich dann eben um diejenigen Quellen bemühen muss, welche den eigenen Vorstellungen entsprechen. Aber die gibt es – irgendwo auf der Welt sicher – und wird es immer geben. Man findet tatsächlich auch Bands, welche der schnelllebigen Zeit abschwören, Qualität statt Quantität leben und die Leere füllen können, die der Hunger nach Neuem und die überfordernde Datenflut verursachen.

Immer differenziertere Schubladisierungen haben in diesem Hinblich auch Vorteile: Wir sind in unserem Wahrnehmen und Verarbeiten von Informationen und Sinneseindrücken seit jeher auf Vereinfachungen angewiesen. Schubladen helfen, die Informationsflut zu bewältigen.

Ich erkenne in der Entwicklung kein Problem (mehr), sondern nur eine Veränderung der Herangehensweise. Deshalb zum Schluss:

Die Musik ist eine Zufluchtsstätte, in welcher man eben gerade nicht der Beschleunigung der Zeit ausgesetzt ist, ausser man wirft sich selbst in den Strudel. Man wende den Blick vom Bildschirm ab, trete einen Schritt zurück, greife in die Plattensammlung und zu einem guten Whisky.

Hmm. Jetzt wird es doch noch mehr. nach Ricardos letztem Beitrag.

Dankst du nicht, dass eben gerade durch die Verflachung der Masse es auch Leute geben wird – vielleicht eben wie du – welche diesem Brei entfliehen wollen und deshalb in kreativer Weise aktiv werden? In diesem Sinn würde aus der Dekadenz wieder Neues geschaffen, was die Geschichte ebenfalls immer wieder zeigte. Es wäre dann eben nicht mehr der alte, vergangene Kult, aber eine neue Kultur würde entstehen.

Und: Ohne Internet hätten sich sicher viele Bands im Stil von 1994 schlussendlich weiterentwickelt. Aber es würde auch diejenigen geben, die, anstatt sich Neuem zu öffnen, lieber mit ihrer Musik den alten Geist in ihrem Keller beschwören. (Und das ist nicht in irgendeiner Richtung wertend gemeint.). Ich habe das Gefühl, es gibt den BM von 1994 noch, weil ihn viele mögen. Und die "Verbreitung" über neue Kommunikationsmittel ist daran sicher mitschuld.

Verfasst: 27.03.2014, 12:10
von Graf von Hindenloch
Nein. Was ich NICHT absehen kann ist, wie Kinder sich entwickeln werden, die komplett innerhalb dieser Kommunikation aufwachsen. Möglicherweise werden die neue Arten der mentalen Filterung entwickeln... und der Kreativität. Aber unsere und die nachfolgende Generation...

(zuckt mit den Schultern)

Verfasst: 27.03.2014, 13:16
von vampyr supersusi
Eldain hat geschrieben:Ich habe das Gefühl, es gibt den BM von 1994 noch, weil ihn viele mögen. Und die "Verbreitung" über neue Kommunikationsmittel ist daran sicher mitschuld.
Ja das stimmt. Bei mir zB ist das so.

Es gibt doch immer wieder auch neue Musik, die gut ist und klar: es sind rein zufällige Entdeckungen. Geht uns auch oftmals so: man probiert ewig lange herum und zieht sich einen Blödsinn nach dem anderen rein (was aber oftmals sehr lustig sein kann!), bevor man mal auf ne neue Perle trifft. Und dann ist es ja umso schöner :D !


(teilt Euch IMMER mit, wenn sie was Tolles gefunden hat) :!:
ticino1 hat geschrieben:ich frage mich aber, wo bleibt der Metal als solches, der mit Gitarren, Image, Dreck und Nieten?
Ja das find ich auch am coolsten, ticino! :)

Verfasst: 27.03.2014, 14:30
von Imperial Warcry
Zuviel Gelaber, zuviel Zeit verschwendet um gute Musik zu hören.

Die Welt kann von mir aus verblöden und eine Generation von Mutanten gebären - ich mache einfach nicht mit und gut ist.

PS: Konzis waren damals wie heute gleich beschissen. Man ist nur älter geworden und merkt es jetzt.

Verfasst: 27.03.2014, 15:51
von M.
So ist es.

Und Fakt ist. Diejenigen, die nicht mitmachen und auf diese massive Kommunikation scheißen, sind in der Lage, Neues und/oder Persönliches zu schaffen.
Da sie aber auf enorme Präsenz pfeifen, nimmt es keiner wahr.

Aber wo soll das Problem dabei sein?

Drauf geschissen.

Verfasst: 27.03.2014, 16:55
von Graf von Hindenloch
Sie können es. Jeder kann es potentiell. Das habe ich ja auch gesagt. Aber nehmen wir mal an, dass das dann doch entdeckt und gemocht wird: Dann landet es sofort im virtuellen Schredder und der zuvor Abstinente sieht sich dann plötzlich gezwungen, sich zumindest insofern daran zu beteiligen, als das er dann den ganzen Scheiss korrigieren muss, der plötzlich auf "vertrauenswürdigen Quellen" wie MA steht...

Verfasst: 27.03.2014, 19:52
von M.
1.) Vielleicht pfeift er auch darauf, etwas zu korrigieren.

2.) Das wird denjenigen nicht davon abbringen, weiter ehrlich inspiriert Musik zu machen

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Letztendlich versteh ich ja dein Anliegen und deine Kritik, da alles in einem virtuellen Brei versinkt. Aber warum sollte das mich (oder wen auch immer), der ganz andere Anliegen und Motivationsgrundlagen sowohl bei dem Hören als auch bei dem Erschaffen von Musik hat, so heftig berühren?

Verfasst: 27.03.2014, 20:19
von Graf von Hindenloch
Weil es ihm persönlichen Freiraum nimmt, der vorher DA war. DARUM SOLLTE es ihn berühren. Tut es ja nicht. Jeder Arsch meint ja ein Projekt haben zu müssen. Ausserdem kritisiere ich nicht NUR dass alles zu einem Brei wird. Ich nannte eingangs als eine der Ursachen die Tatsache dass es heute ZU LEICHT ist Musik zu machen, aufzunehmen, etc.

Verfasst: 27.03.2014, 20:23
von M.
Der Freiraum wird nur genommen, wenn man sich darauf einlässt.

Mit der Vereinfachung im Aufnahmebereich hast du Recht und ist einer der wesentlichen Gründe, warum es so viele Projekte (in jedem! Bereich) gibt, die nur noch verwässern.

Das ändert aber nichts daran, dass man sich trotzdem davon entfernen kann.
Das wird dann nur die Masse nicht mitbekommen. Was solls.

Ich schließe nochmal mit:

Druff jeschissen

Verfasst: 27.03.2014, 20:27
von Graf von Hindenloch
Von mir aus. Und du sagst es, wie ich das meine, im Internet. Wir können nicht heraus. Und ich entscheide mich wütend zu sein und du entscheidest dich darauf zu scheissen: Das Ende ist dasselbe. Dieser Mahlstrom wird uns beide und alles andere, was ist, vernichten!