Warum NSBM widersinnig ist - Schwermetall

Warum NSBM widersinnig ist

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Warum NSBM widersinnig ist

Beitrag von Morgenstern » 16.12.2004, 22:57

Eigentlich schade, dass folgende Aussagen nicht jedem einleuchten...:

Nationalsozialismus ist Unterdrückung, Black Metal ist Freiheit;

Nationalsozialismus ist Herdentum, Black Metal ist Individualismus;

Nationalsozialismus bedeutet Reflexionsstopp, Black Metal steht fürs Hintefragen bis ins letzte

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Beitrag von Brutus » 16.12.2004, 23:48

Hallo!

Du sprichst mir aus der Seele mein Freund!

Ich denke das Politik allgemein nichts in der Musik verloren hat, ob BM oder nicht.

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Beitrag von Morgenstern » 16.12.2004, 23:55

Khal Drogo hat geschrieben: Ich denke das Politik allgemein nichts in der Musik verloren hat, ob BM oder nicht.
Das sehe ich auch so. Wenn die Musik für die Politik instrumentalisiert wird, wird sie automatisch entwertet. Es ist nicht mehr l'art pour l'art, sondern ein verzweckdienlichtes Etwas.

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Beitrag von Aquifel » 16.12.2004, 23:58

Dass das grösstenteils seltsam ist, ist bewusst, allerdings haben diverse Aspekte des Black Metal Ähnlichkeit zu diversen Punkten der (Neo-)Nazis.

Von daher ist es eh immer Auslegungssache.

Ich sehe es so : Solange die Musik gut ist, soll mir egal sein ob NS Band oder nicht.

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Beitrag von Morgenstern » 17.12.2004, 00:16

Aquifel hat geschrieben:Dass das grösstenteils seltsam ist, ist bewusst, allerdings haben diverse Aspekte des Black Metal Ähnlichkeit zu diversen Punkten der (Neo-)Nazis.
Was denn? Da sehe ich wirklich praktisch nichts Relevantes...

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Beitrag von Brutus » 17.12.2004, 00:21

Solange die Musik gut ist, soll mir egal sein ob NS Band oder nicht.
Hmm naja, geb ich dir Recht. Jedoch finde ich trotzdem das Politik nichts in jeglicher Art von Musik verloren hat.
Dass das grösstenteils seltsam ist, ist bewusst, allerdings haben diverse Aspekte des Black Metal Ähnlichkeit zu diversen Punkten der (Neo-)Nazis.
Muss ich unserem Morgenstern zustimmen, wirklich Relevantes sehe ich da auch nicht wirklich. Wenn ich falsch liege dann klär mich auf. :?

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Beitrag von Aquifel » 17.12.2004, 14:35

Trifft auch immer nur auf Teilbereiche des BMs zu.

Ertseinmal haben wir die Idee der "Ahnenverherung" bzw. auch das, wenn damals auch zu Propagandazwecken verwendete, Heidentum. Es sind beileibe nicht alle BMler/BM Bands Heiden bzw. am Heidnetum interessiert, aber auch diese Sparte gibt es, ohne dass man von Viking oder Pagan Metal reden kann. Und viele NS Bands orientieren sich, teilweise aus anderen, teilweise aus ähnlichen Gründen, am Heidentum.

Ablehnung der Religionen. Klar viele BM Bands z.B. lehnen in erster Linie das Christentum ab. Aber es steht zu bezweifeln, dass diese Leute dann das Judentum oder den Islam gut finden. Klar, Neo-Nazis oder NS Bands, tun dies aus anderen Gründen, aber sie tun es auch. Wieder eine gewisse Parallelle.

Auch die teilweise vorhandene Menshcenverachtung, von den Neo-Nazis natürlich auf eine gewisse Gruppe gelenkt, ist vorhanden.

Klar alles nicht wirklich dasselbe, aber es ist irgendwo ähnlich, von daher mag NSBM irgendwo leicht wiedersprüchlich sein, aber andererseits hat er auch eine irgendwo eine "nachvollziehbare Ader".

Zudem muss man bei NSBM immer noch fragen : Ist es rechtsradikaler/rassistischer BM oder wirklich BM der sich auf das 3. Reich bezieht? Ersteres heisst nicht zwangsläufig Herdendenken.

Abgesehen davon schaut euch den heutigen BM doch teilweise mal an : Ist das Wirklich essentiell Freiheit, Individualismus oder Hinterfragen bis ins letzte ? Gerade bei vielen Fans oder Leuten die meinen sie sind der "Untergrund" bzw. "true" ist das fast schon wieder das Gegenteil und zwar ohne, dass die aus der NS Ecke kommen.

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Beitrag von Morgenstern » 17.12.2004, 15:25

Aquifel hat geschrieben: Ertseinmal haben wir die Idee der "Ahnenverherung" bzw. auch das, wenn damals auch zu Propagandazwecken verwendete, Heidentum. Es sind beileibe nicht alle BMler/BM Bands Heiden bzw. am Heidnetum interessiert, aber auch diese Sparte gibt es, ohne dass man von Viking oder Pagan Metal reden kann. Und viele NS Bands orientieren sich, teilweise aus anderen, teilweise aus ähnlichen Gründen, am Heidentum.
So eine Verbindung Herzustellen ist mehr als künstlich, zumal es ziemlich Unterschiedliche herangehensweisen sind. NS Bands benutzen das Heidentum als pseudologische Argumentation und verzweckdienlichen die Musik.
Britney Spears hat auch schon über Liebe gesungen, genau so wie Elvis Presley, deshalb würde ich die beiden längst nicht in die gleiche Schublade stecken....
Aquifel hat geschrieben: Ablehnung der Religionen. Klar viele BM Bands z.B. lehnen in erster Linie das Christentum ab. Aber es steht zu bezweifeln, dass diese Leute dann das Judentum oder den Islam gut finden. Klar, Neo-Nazis oder NS Bands, tun dies aus anderen Gründen, aber sie tun es auch. Wieder eine gewisse Parallelle.
Wiederum sind hier de Gründe entscheidender, als das Faktum, das oberlfächlich wohl zutrifft. Black Metal lehnt die Religionen insgesamt ab, während dem NS einzelne auf Grund ihrer Religion verurteilt - ein himmelweiter, aber umso bedeutender Unterschied!
Aquifel hat geschrieben: Klar alles nicht wirklich dasselbe, aber es ist irgendwo ähnlich, von daher mag NSBM irgendwo leicht wiedersprüchlich sein, aber andererseits hat er auch eine irgendwo eine "nachvollziehbare Ader".
irgendwo kann man wohl alles mit allem in Verbindung bringen... die Frage ist nur wo. Bei NS und Black Metal liegen die Werte Lichtjahre auseinander.
Aquifel hat geschrieben: Zudem muss man bei NSBM immer noch fragen : Ist es rechtsradikaler/rassistischer BM oder wirklich BM der sich auf das 3. Reich bezieht? Ersteres heisst nicht zwangsläufig Herdendenken.
Bei ersterem wäre der Begriff NSBM widersinnig.

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Beitrag von Weltentod » 17.12.2004, 15:25

Aquifel hat geschrieben:Abgesehen davon schaut euch den heutigen BM doch teilweise mal an : Ist das Wirklich essentiell Freiheit, Individualismus oder Hinterfragen bis ins letzte ? Gerade bei vielen Fans oder Leuten die meinen sie sind der "Untergrund" bzw. "true" ist das fast schon wieder das Gegenteil und zwar ohne, dass die aus der NS Ecke kommen.
Das ist ein ganz wichtige Feststellung! Sie hat nicht direkt etwas mit der Hauptthematik zu tun, aber sie trifft voll und ganz zu. Mittlerweile haben sich im Black Metal fast schon regelrechte Dogmen gebildet die es "einzuhalten" gilt, da man sonst "untrue" und ein Poser ist etc.

Warum es NS Black MEtal gibt ist mir allerdings auch etwas schleierhaft. Vielleicht beruht es lediglich darauf, dass diese Formationen sich dem Stil des Black Metal bedienen und die typischen Klischees bedienen *schulterzuck*

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Beitrag von Aquifel » 17.12.2004, 18:06

@ Morgenstern : Ist mir schon klar, dass diese angeführten Argumente recht wackelig sind und die Beweggründe anders sind, aber so wird sich NSBM nunmal rechtfertigen. Darum ging es mir ja. Es ist halt so. Vieles rechtfertigt sich auf sehr seltsame Weise. Es wird einfach einiges der NS Ideologie mit BM Anleihen versetzt und schon hast du NSBM. Klar wird sich da einiges zurecht gebogen. Da steckt mehr eigener Wille und Individualität drin, auch wenn es "zusammengeschustert" ist, als in manchen, die dogmatisch irgendwelche BM Gesetze befolgen.

Und rassistischer/rechtsradikaler BM, der sich nicht auf 3. Reich bezieht wird sehr wohl als NSBM bezeichnet. Auch wenn es so net stimmt. Ich führe einfach mal Graveland an. In der Musik wird ne Menge verarbeitet, aber dass 3. Reich kommt, zumindest bei dem was ich von Graveland kenne, nicht vor. Rob Darken sagte selbst, dass Politik in der Musik nix zu suchen hat. Aber würde bestreiten, dass Graveland NSBM ist? Absurd ist ausser der Asgardsrei auch kein NSBM, wenn es danach geht. Denn was die Leute privat denken kann nicht mit der Musik gleichgestellt werden.

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Beitrag von Brunwar » 17.12.2004, 18:10

Musik kann durchaus auch politisch sein ob gewollt oder nicht-im Zweifelsfall kommt einer daher und "politisiert" das Liedgut halt .
NSBM muss ja nicht mal vom Liedgut her suspekt sein es reicht ja auch schon wenn ein Mitglied der Band entsprechend gebranntmarkt wird/wurde.
Zensur ist immer schlecht was ja selbst Politiker schon erkannt haben wollen aber unsere freiheitlichen Grundsätze werden von ebenjenigen immer wieder aufgeweicht.
Meiner Meinung nach wird die achsooft beschrieene Mündigkeit der Bürger
zur Maulkorbpolitik.
Soll doch bitteschön jeder selber entscheiden was er hört oder nicht.
Aufklärung meinetwegen aber Zensur Nein Danke.

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Beitrag von sebastian schmidt » 17.12.2004, 19:45

Ich will eigentlich nur mal einen Vorschlag in die Runde werfen, ohne explizit Stellung zu nehmen: Ich sehe im NSBM nicht nur eine Darstellung von rechstradikalem Gedankengut zum Ausdruck seiner eigenen Meinung, sondern ein Höchstmaß von Provokation ohne dass dabei unbedingt das 3. Reich und der NS verherrlicht wird.

Es wird mir wohl jeder Recht geben müssen, dass es nichts schlimmeres als den Holocaust gab. Und jetzt sei einfach mal die Situation angenommen, die auch diverse andere Bands vertreten: nämlich die, dass man nicht aus Überzeugung, sondern aus Provokation ein bestimmtes "Element" in seine Texte einbaut.

Eine Death Metal Band, die über Satan schreibt, muss ja in ihren Ansichten und in den Meinungen der einzelnen Mitglieder nicht unbedingt satanistisch sein (atheistisch würde ja auch gehen). genauso könnte es sich doch auch mit dem fall nationalsozialismus verhalten.

Ich erinnere bloß mal an Amerika, da sind früher sogar Punks mit Hakenkreuzen rumgerannt, nur um zu provozieren, obwohl ihre meinung dies überhaupt nicht zulassen würde, wurde es durch das bloße mittel der provokation gerechtfertigt.

In solch einem Fall könnte man dann auch nicht unbedingt von politischer Musik reden, da der Hauptgrund ja nicht die Veränderung oder das Anstreben einer gewissen Grundordnung wäre sondern nur das Provozieren an sich.

Inwieweit dies jedoch zu Black Metal passt und inwieweit man damit solche musik "rechtfertigen" könnte ist jedoch ungewiss, da niemand wissen kann, was denn der eigentliche grund für das einbringen solcher "elemente" ist oder war.

Auf die Idee sind wir zuletzt bei einer Feier gekommen, als wir ausführlich über dieses Thema diskutierten. Anlass war, dass sich jemand eine Hakenkreuzflagge bestellt hatte, obwohl er nicht nationalistisch eingestellt war und die Demokratie bevorzugte. Also sollte die Flagge auch hier nur dem Mittel der Provokation dienen. Ob das zu rechtfertigen ist, sei hier nicht besprochen.

Ein interessanter Ansatz ist es allemal und könnte vielleicht auch einen Teil des NSBM erklären.

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Beitrag von Arkadius » 18.12.2004, 01:00

Hab grad nicht so viel Zeit, vielleicht editier ich noch was dazu.

@ Morgenstern:
Meine Absolute Zustimmung!

@ Sebastian Schmidt:
Ich finde, bei solchen Sachen hört die Provokation auf. Denn: Sie ist sinnlos, absolut geschmacklos und kann zeimlich missverstanden werden.

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Beitrag von Orgetorix Jowanko » 18.12.2004, 01:21

@ Sebastian Schmidt:
Ich finde, bei solchen Sachen hört die Provokation auf. Denn: Sie ist sinnlos, absolut geschmacklos und kann zeimlich missverstanden werden.
Seh ich auch eher so. Jedoch finde ich, dass Provokation - grad in der Kunst - schon sehr weit gehen darf. Allerdings bin ich recht davon überzeugt, dass man merkt, was Provokation ist und was nicht (will sagen: Wer mit so ner Sache provozieren will, äussert sich anders, als jemand, dem es damit ernst ist).

Ertseinmal haben wir die Idee der "Ahnenverherung" bzw. auch das, wenn damals auch zu Propagandazwecken verwendete, Heidentum. Es sind beileibe nicht alle BMler/BM Bands Heiden bzw. am Heidnetum interessiert, aber auch diese Sparte gibt es, ohne dass man von Viking oder Pagan Metal reden kann. Und viele NS Bands orientieren sich, teilweise aus anderen, teilweise aus ähnlichen Gründen, am Heidentum.
Also dahinter würd ich jetzt auch mal so einige Fragezeichen setzten! Bzw kann Sternchen voll und ganz recht geben.
Wenn mir ein Nazi mit irgendwelchem Ahnenverehrungs- und Paganismus-Geschwafel daher kommt, kriege ich meist erst mal Hautausschläge.
Das bisschen, was Hitler in seinen Theorien an "heidnischem Gedankengut" einbaute, ist zusammengeklaut und vor allem aus jeglichem (heidnischen) Kontext herausgerissen! NS hat definitiv nicht wirklich was mit dem alten, germanischen Heidentum zu tun.

Das sehe ich auch so. Wenn die Musik für die Politik instrumentalisiert wird, wird sie automatisch entwertet. Es ist nicht mehr l'art pour l'art, sondern ein verzweckdienlichtes Etwas.
Denk ich grundsätzlich auch. Allerdings kann man alles zu sehr dogmatisieren! Was heisst schon, "Musik für Politik instrumentalisieren"???
Letztenendes ist Musik automatisch immer ein persönlicher Ausdruck der Person, die sie schreibt und spielt. Und jede Person ist politisch... wenn vielleicht auch unbewusst. Aber jeder hat zu den einen oder anderen Dingen ne eigene Meinung. Und die muss auch ausgedrückt werden dürfen. Sonst ist l'Art überhaupt keine Art mehr.
S'kommt wohl auf's Mass drauf an. Respektive: Wenn Musik klar das Mittel zum Zweck ist, sprich wenn jemand Musik nur deshalb macht, weil er irgend ne Botschaft verkünden will, ist das grundsätzlich schon sehr fragwürdig. Das stimmt schon.

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Beitrag von Aquifel » 18.12.2004, 01:29

Orgetorix Jowanko hat geschrieben: Also dahinter würd ich jetzt auch mal so einige Fragezeichen setzten! Bzw kann Sternchen voll und ganz recht geben.
Wenn mir ein Nazi mit irgendwelchem Ahnenverehrungs- und Paganismus-Geschwafel daher kommt, kriege ich meist erst mal Hautausschläge.
Das bisschen, was Hitler in seinen Theorien an "heidnischem Gedankengut" einbaute, ist zusammengeklaut und vor allem aus jeglichem (heidnischen) Kontext herausgerissen! NS hat definitiv nicht wirklich was mit dem alten, germanischen Heidentum zu tun.
Nunja, dazu sei gesagt, dass zwischen heutigen Neo-Nazis u nd dem 3. Reich auch ein Unterschied besteht.

Einige NS Bands meinen das mit dem Heidentum sehr Ernst. Wahrscheinlich ernster als die Propagandazwecke von Hitler damals. ABer dass Religion als Vorwand für politisches Gedankengut benutzt wird ist nichts neues.

Und wenn ein Neonazi mir was vom heidentum erzählt, dann geb ich dadrauf auch net soviel, da vieles im 3. Reich dem heidentum ja auch wiederspricht.

Ich will nicht sagen, dass ich diese Verbindung BM-Heidentum-NS z.B. wirklich ideolohgisch gut finde. Ich versuche nur aus meiner Sicht zu erklären, wie ich denke, dass diese Bands/Leute sich rechtfertigen könnten.

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Beitrag von Feuersbrunst » 18.12.2004, 06:27

zuerst einmal kommt es mir hier so vor als ob jeder mit einer Gruppe die als NSBM hingestellt wird sofort nur 3.Reich verbindet. Damit möchte ich erstmal aufräumen indem ich einen etwas älteren selbstverfassten text über den Begriff NSBM hier reinsetze damit erstmal vor Augen geführt wird was es damit auf sich hat. Es ist zwar persönliche Meinung darin aber ich denke mal diese dürfte durchaus treffen.

Bevor ich die Frage stelle was davon zu halten ist stelle ich erstmal in Frage was NSBM überhaupt ist und ob es diesen überhaupt wirklich gibt.

Ich persönlich bin der Ansicht das der Begriff nichts weiter ist wie ein versuch des Hervorheben von Gruppen die so einfach in der Masse der vielen Formationen aus dem Untergrund versinken würden. Diesen Gruppen kam die Idee das sie sich doch eine eigne Szene errichten könnten um bekannt zu werden. und hier kommt mein erster Einwand welcher lautet das NSBM keine eigenständige Art Musik ist. Es ist nichts weiter wie eine von vielen Nebenentwicklungen des Schwarzmetalls nur das die Gruppen eben etwas bekannter sind da sie ja eine in diesem Land verrufene Einstellung zur Politk haben. Es ist mir bewusst das es viele solcher Gruppen gibt doch ich würde das nicht als komplett eigne Musik einstufen. Das es nationale Züge im Schwarzmetall gibt ist spätestens seit Burzum kein Geheimnis mehr. Doch stufe ich Burzum auch nicht als NSBM ein. So ist festzustellen das es schon seit langem einen nationalen Einschlag im Schwarzmetall gibt damit ist dieser für mich auch als besonderheit auser Kraft gesetzt was wiederrum dagegen spricht das NSBM eine eigne Musikart ist.

Zum Sinn des Begriffes

Es kam vorhin schon zur Sprache das Rechtsrock Gruppen die nationale Meinung schon genug in musikalischer Form vertreten. Dies ist mal ein guter Ansatz denn Rechtsrockgruppen haben politische Texte. Projezieren wir das mal auf die Vielzahl von Gruppen die als NSBM gelten wer spielt da dauerhaft politische Texte? Mir fallen hier blos wenige namen ein Wolfnacht und eine deutsche Gruppe die sich den Namen ein hitzeerzeugendes Gerät in einer Institution in der nähe von Weimar als Name ausgesucht hat sowie eine Italienische Gruppe die den Namen einer alten Eliteabteilung der deutschen Armee trägt sowie eine Gruppierung aus Amerika(wobei nicht sicher ist was es da drüben noch so alles gibt) sowie noch eine griechische Gruppe die den Namen einer alten Zeitung als Bandname verwendet und noch so ein paar was ich aber hier nun nicht bis zum erbrechen ausführen möchte. Absurd hingegen hat zwar einige Lieder mit einschlägigen Texten doch würde ich sie nie und nimmer als NS-Blackmetal einstufen denn der Haupteil ihrer Lieder sind frei von Politik. Nun gibt es linksgerichte Zeitgenossen die behaupten das jede Gruppe die Heidnische Texte singt automatisch Rechts sei so geschehen mit Riger, Menhir ja sogar mit der Gruppe Nocte Obducta bei der Vorwurf im hinblick auf die Punkig anmutende Frisur des einen schon sehr Verwundert. Man sollte sich hier nicht von andern leiten lassen sondern selbst für sich entscheiden.

Aus meiner Sicht gibt es im Schwarzmetall 3. Untergrundentwicklungen die zwar ähnlich sind sich jedoch nicht gleichen und somit so finde ich auch nicht als NSBM zusammengeworfen werden können

1. Das was man wirklich als NSBM einstufen könnte in dieses Feld sind oben genannten Gruppen einzuordnen da diese wirklich fast nur mit politischen Texten arbeiten.

2. Das zweite sind Nationale Blackmetal Gruppen die mal in ein paar Liedern politisch werden so wie Absurd. Hier fallen auch Gruppen rein die nur etwas andeuten zum beispiel Nokturnal Mortum mit ihrem text über die Kraft des Weisen Menschen usw.

3. Die Gruppen mit einer nationalen Einstellung die sie aber nicht im Text bringen

Hier zum beispiel Camulos, Antiphrasis, Luror, Abyssic Hate, Halgadom oder Heldentum. Man weis von ihnen das sie eine nationale Einstellung haben doch äußern sie dies nicht im Text. Man erkennt die Einstellung wenn überhaupt höchstens an gewählten T-Hemd motiven so zum beispiel bei Abyssic Hate.

Nach meiner Meinung kann man nicht alle Gruppen unter den Begriff NSBM packen da es da feine unterschiede gibt doch in meinen Ohren klingen Gruppen aus allen 3 oben genannten Berichten sowie aus andern Bereichen des Schwarzmetalls mehr als gut. Und regen sich auch viele über die Gesinnung auf mir macht es nix aus und ein gutes hat es auch noch nämlich das es ausbleibt das ein riesiger Möchtegernzustrom erfolgt.

Und nun mal zu den Fragen des Autors
Nationalsozialismus ist Unterdrückung, Black Metal ist Freiheit;

Nationalsozialismus ist Herdentum, Black Metal ist Individualismus;
Ich fasse die beiden Punkte einmal zusammen da für mich Individuell sein eine logische Folge von Freiheit(die man sich auch selbst erstmal verschaffen muss) ist. Hier wird nun mit dem Begriff Nationalsozialismus herumgeworfen was heist das wir von einigen wenigen Gruppen sprechen. Hier ist die Musik nach meinem Verständnis blos eins ein Mittel für die Mitglieder der Gruppen ihre Meinung einer großen Masse von Menschen kund zu tun was diese halt per Cd abwickeln. Da es nur Propaganda ist geht die Freiheit und der Individualismus nicht verloren da man die Freiheit hat sich daraus die Gedanken zu ziehen die man will was gleichzeitig Individuelles denken ist eben das aufnehmen einer Nachricht, Stimmung was auch immer und daraus selbstständig Gedanken bilden. Eine Diskussion über den Nationalsozialsmus hier zu starten halte ich für irrsinn da die meisten "NSBMler" Musik und Politik ganz klar trennen es sei denn natürlich es sind solche die sich auf NSBM versteifen das is dann eine andere Geschichte doch ich denke es gibt genug Leute wie mich die solche Arten von Musik hören aber eben auch andre Dinge sozusagen jene die einen etwas weitergestreuten Musikgeschmack haben.
Nationalsozialismus bedeutet Reflexionsstopp, Black Metal steht fürs Hintefragen bis ins letzte
Wie schon gesagt Poltik und Schwarzmetall werden von mir strikt getrennt. Und von vielen andern auch. Dem Punkt Blackmetal steht für Hinterfragen bis ins Hinterletze stimme ich nicht zu denn wo ist die Blackmetal Dogma die das besagt? Und wie kann man sich hinstellen und sagen das Blackmetal Freiheit und Individualismus ist und dann sagen das Blackmetal für irgendwas steht. Somit ist der Individualismus doch sofort beim Teufel da man andern erzählen will was BM angeblich ist und jenen den Individualismus nimmt. Soviel mal hierzu. Des weiteren ist hier das Wort Nationalsozialsmus einzuführen ein einziger großer Witz. Denn Nationalsozialsmus in der alten Form wird es niemals mehr geben. Wenn man von Hinterfragen redet muss man sich auf die aktuelle nationale Bewegung beziehen und diese Hinterfragt vieles sehr sehr stark seien es Politische Vorgänge, Dinge aus der Geschichte etc. Wo wir grad dabei sind ich bin der Ansicht das alles was man vorgesetzt kriegt bis ins Letze zu hinterfragen eine Sache der Reinen Vernunft ist.

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Beitrag von Vagofft » 18.12.2004, 11:54

also fast alles was ich gesagt hätte, würde schon gesagt.
aber ich bin der meinung, black metal ist nunmal eine extreme kunst in der man alle extremen gefühle und ansichten ausdrückt.
Hass, Liebe, Depression, Individualismus, Dunkelheit, Lebensverneinung...und sei es auch nationalsozialismus (für die die es hören wollen)
das eigentliche problem besteht darin, dass sich aus jeder musikrichtung ein kult und somit eine szene entwickelt.
nun haben wir eine NS-szene die auf dem black metal basiert.
wir müssen sehen dass black metal hier viel mit dem nationalsozialismus verbindet.
aber was verbindet den nationalsozialismus mit der black metal musik?
das kann ich nicht beantworten, weil ich es nicht verstehe.
das selbe gilt für den nationalismus und sozialismus.
es gibt viel vesentlichere dinge für die black metal repräsentativ sein kann und politik ist da eines der unwichtigsten dinge.
vieleicht ein gutes gesprächsthema, aber das mit black metal zu verbinden finde ich schon ein bisschen zu abstrakt.

Kaiser
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Beitrag von Kaiser » 21.12.2004, 14:22

Aquifel hat geschrieben:Dass das grösstenteils seltsam ist, ist bewusst, allerdings haben diverse Aspekte des Black Metal Ähnlichkeit zu diversen Punkten der (Neo-)Nazis.

Von daher ist es eh immer Auslegungssache.

Ich sehe es so : Solange die Musik gut ist, soll mir egal sein ob NS Band oder nicht.
Das hasst du jetzt gerade nicht ernst gemeint, oder???? :shock: Wie kann man denn so eine Einstellung behaupten? Eine NS-fucked-up-nazi-scheiss band bleibt eine naziband. kackegal ob metal, punk, techno, pop, blues, salsa oder bossanova!!!!!! Denen wird hoffentlich nicht ein Cent für ihren geistigen Dünnschiss gegeben!!! Wenn ich von einer Band erfahre, dass sie Nazis sind, dann ist schluss. Endgültig und für immer. Da hört jeglicher Spass auf. Ausserdem dürfen Nazis gar keinen Rock´n Roll spielen, wenn sie denn Linientreu sein wollen. Rock´n Roll is black music, man! Im Sinne von mein Kampf wäre das ja geradezu entartete Musik!!!

Für mich gibt es auch überhaupt keinen Grund, in irgendeiner Art und Weise rechtsgerichteten Scheiss, der so in der allgemeinen Rockmusik vorkommt, zu diskutieren, denn Nazismus ist völlig induskutabel!!!!! Er muss ganz einfach WEG!!!! :evil:

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Beitrag von Aquifel » 21.12.2004, 16:47

Kaiser hat geschrieben: Für mich gibt es auch überhaupt keinen Grund, in irgendeiner Art und Weise rechtsgerichteten Scheiss, der so in der allgemeinen Rockmusik vorkommt, zu diskutieren, denn Nazismus ist völlig induskutabel!!!!! Er muss ganz einfach WEG!!!! :evil:
Du kannst den Leuten das Recht auf freie Meinungsäusserungen nicht nehmen. Du kannst dagegen sein, ist ja völlig legitim, aber du kannst ihnen diese freie Meinung nicht nehmen, gerade wenn du "besser" als sie sein willst bzw. ihre Denkweisen (in jeder Hinsicht) verachtest.

Ich teile ihre Meinung nicht, sehe es aber in erster Linie als Musik. Und wenn diese mir gefällt, dann ist es mir auch egal, ob sie rechts oder links oder neutral oder sonstwas ist. Wo es schon etwas kritischer wird, ist wenn in der Musik direkte Bezüge zur NS-Zeit genommen werden. Da muss die Musik schon verdammt gut sein oder, wie z.B. bei Wolfnacht, das Ganze zu herrlich zum schieflachen, dass es fast schon ein Witz ist (wer Athalwolf deutsch singen hört, der muss sich vor lachen kugeln).

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Beitrag von deck16 » 21.12.2004, 17:07

Verdrängung ist die falsche Angehensweise, vielmehr sollten die Leute kapieren dass es einfach unmenschlich ist eine solche Interessengruppe zu vertreten die den Holocaust zB gut fand. Ob diese Interessengruppe nun eine Rockband ist, BM spielt oder von mir aus Hiphop ist völlig egal. Ich bin eigentlich auch einer bin der mehr auf die Musik hört als die Texte aber sobald diese Texte was mit Holocaust oder NS Meinungen zu tun habe ist Schluss mit lustig. Von mir aus kann jeder in seinen Texten makabre und widerwärtige Dinge anpreisen, ich höre zB auch Eisregen. Die Texte dort sind mehr als provokant aber ich hörs trotzdem.

Schlimm finde ich nur dass sich Leute halt immer ein neues Medium suchen mit dem sie ihren wie vorher so schön ausgedrückt "geistigen Dünnschiss" verbreiten. Sei es nun Blackmetal oder andre Musik. Ich denke eher der Blackmetal eignet sich halt recht gut dafür da a)Die Texte nur der versteht der mitliest oder ein krankes Gehör hat b)weil die Subkultur des Blackmetal sich für versteckte Botschaften nun mal eignet. Reinste Propagandazwecke sind das, genau wie damals die Germanensagen und "arische" Germanenkultur von Hitlers Propagandaminister zweckentfremdet wurden um ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen dass das Volk die Menschlichkeit vergessen liess und Maultot machte. Ich denke jeder weiss dass der Mensch an sich natürlich Gemeinschaft braucht und auch bevorzugt im Gegensatz zum individuellen Leben ohne sozialen Kontakt. Bei Blackmetalern ist das doch nicht anders ... diese lächerlichen Begriffe wie "true" und "untrue" da kann ich nur noch lachen. Wer hat denn bitte diese Normen geschrieben was ein Blackmetaler tun muss denken muss und wie er sich anzieht? Man kann doch einfach nur die Musik leben und nicht so einen Dünnpfiff von Truekacke behaupten. Blackmetal steht doch für den Drang gegen die Normen zu sein und das ist doch mit einem Blackmetalkodex blabla völlig im Widerspruch. Tut mir leid das ich Abschweife aber ich denke zur Vereinheitlichung von BM gehört auch der NSBM ... eben Provokation wie schon von anderen angesprochen, doch diese Art ist nunmal keine Provokation sondern Förderung der Gutheissung von Verbrechen die nunmal nichts mit "Jungfrauen opfern" und dergleichen zu tun haben denn das ist bittere Realität und nicht ein fiktiver Text in dem ein durchgeknallter Möchtegern schreibt das Töten toll ist. Dem ist doch die Misinterpretation schon in die Wiege gelegt, Texte sollen Gesellschaftskritisch sein da bin ich Befürworter aber das sollte strikt getrennt behandelt werden als NS Themen.

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