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... is not a political band

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Morgenstern
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... is not a political band

Beitrag von Morgenstern » 13.04.2004, 12:57

In letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass immer mehr Bands im Booklet sowies wie ... is not a political band stehen haben. Einerseits ist das gut so, denn dann weiss man gerade, woran man ist. Andererseits: Schade, dass sowas nötig ist.

burnsson
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Beitrag von burnsson » 13.04.2004, 12:59

:sick:


lieber überall nen disclaimer hin und man muss für nichts verantwortung übernehmen.

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nesges
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Beitrag von nesges » 13.04.2004, 13:11

Das gleiche Problem hat sich mir bei der Gestaltung der Website meiner Living History Truppe gestellt, denn jede zweite Site zum Thema nordische Mythologie pappt sicht ein "wir distanzieren uns von rechten Ideologien.." drauf. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass sowas unnütz und zudem schädlich ist, denn dadurch dass die Begriffe "Kaffepulver" (um ein neutrales Thema zu wählen) und "Rechtsradikal" immer wieder im Zusammenhang genannt werden nimmt der Leser eine Asoziation mit, die nicht gewollt war. Sobald er das nächste mal "Kaffeepulver" hört denkt er auch an "Rechtsradikal" und ob er dann noch weiss, dass sich "Kaffeepulver" eigentlich von "Rechtsradikal" distanziert hat ist fraglich, da er den Text nicht so genau gelesen hat, weil's ihn eigentlich nicht so brennend interessiert hat. Und das ist der springende Punkt, denke ich: Es interessiert eigentlich kaum jemanden wirklich, also warum sollte man die Leute damit belasten? Wer's wirklich wissen will wird's auch herausfinden und alle anderen gehen ganz unbedarft ans Thema heran und kommen wahrscheinlich gar nicht auf die Idee irgendeinen Zusammenhang herstellen zu wollen.

Die Formulierung "not political" ist da mit Sicherheit ein nicht ganz ungeschickter Ansatz, aber für unnötig halte ich den Satz trotzdem.

burnsson
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Beitrag von burnsson » 13.04.2004, 13:22

dann lieber ein "metalheads against racism" banner von eyes see red auf die seite und gut is!


klick mich hart!

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Beitrag von Zimmer » 13.04.2004, 15:00

ich find das absolut überflüssig, falls jemand denkt die band ist rassistisch wird ihn so ein satzt nicht umstimmen, jeder kann kann das ja hinschreiben.

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Beitrag von Morgenstern » 13.04.2004, 17:51

burnsson hat geschrieben:dann lieber ein "metalheads against racism" banner von eyes see red auf die seite und gut is!


klick mich hart!

Und worin besteht deiner Meinung nach der Unterschied zu einem Statement der Art "we are not a political band..."?

Ich finde beides irgendwo durch unnötig und es führt möglicherweise beides dazu, dass man sich vor der wahren Verantwortung drückt.

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Beitrag von Vigrid » 13.04.2004, 18:35

Zimmer hat geschrieben:ich find das absolut überflüssig, falls jemand denkt die band ist rassistisch wird ihn so ein satzt nicht umstimmen, jeder kann kann das ja hinschreiben.
zimmer hat ein wahres wort gesprochen

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Beitrag von burnsson » 13.04.2004, 22:21

@ morgenstern

der unterschied besteht darin dass sich die einen nicht "entpolititisieren" und sich nicht vor einem statement drücken.

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Beitrag von Avenger » 13.04.2004, 22:36

Naja, da fast jeder blöd tut wenn man BMmacht, ist sowas ja auch notwendig. Hört man Graveland, ist man ein Nazi. Das ist ja zum heulen...Ich meine rein vom Sound her gibts zur Zeit im Black Metal fast nur NSBM Bands welche wirklich gut sind....Mit ausnahmen natürlich :wink:

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Beitrag von Troglodytron » 07.02.2012, 11:55

Avenger hat geschrieben:Naja, da fast jeder blöd tut wenn man BMmacht, ist sowas ja auch notwendig. Hört man Graveland, ist man ein Nazi. Das ist ja zum heulen...Ich meine rein vom Sound her gibts zur Zeit im Black Metal fast nur NSBM Bands welche wirklich gut sind....Mit ausnahmen natürlich :wink:
:cry:

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Beitrag von Isidor Meinhard » 07.02.2012, 13:33

"14ReynhardHeydrich88 is not a political Band. Sieg Heil."

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Beitrag von Troglodytron » 07.02.2012, 13:35


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Beitrag von Isidor Meinhard » 07.02.2012, 13:40

Gut, dass die das gemacht haben.

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Beitrag von Troglodytron » 07.02.2012, 13:41

Man merkt auch, dass es von ganzem Herzen kommt.

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Beitrag von Surrealism Purity » 27.02.2014, 13:40

Ich sag nur Endstille

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Beitrag von Kain » 01.03.2014, 11:18

Ich finde die Gleichsetzung von Rassismus und Politik ein bisschen seltsam.

Ich bin fuer mehr Politik im Black Metal, egal welcher Richtung, solange die Themen genug polarisieren und gesellschaftliche Normen verletzen...
Niemand will braven, politisch korrekten politischen Black Metal...

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Beitrag von Imperial Warcry » 01.03.2014, 11:38

Und ich finde, der BM sollte sich eher mit spirituell-mystischen Themen anstatt mit profan-weltlichen Konzepten rumschlagen: Politik und gesellschaftlich-soziologische Fragen waren nämlich u.a. das, was Euro und co. damals am zeitgenössischen DM ablehnten.

Aber es kann ja jedes machen wie es will, solange es nicht meine Band ist.

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Beitrag von Kain » 01.03.2014, 12:00

Du bringst es auf den Punkt.

Nur in der Schlussfolgerung bin ich anderer Meinung.
Fuer mich muss Black Metal Konventionen brechen und Dinge "falsch" machen. Naja, in erster Linie muss er ehrlich sein und vieles von diesem spirituell-mystischen Gesuelze ist alles andere als das. Heil Satan!

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Beitrag von vampyr supersusi » 03.03.2014, 13:23

Imperial Warcry hat geschrieben:Und ich finde, der BM sollte sich eher mit spirituell-mystischen Themen anstatt mit profan-weltlichen Konzepten rumschlagen: Politik und gesellschaftlich-soziologische Fragen waren nämlich u.a. das, was Euro und co. damals am zeitgenössischen DM ablehnten.
Ist ja cool (wusste das gar nicht). Mir ist es mystisch auch lieber, :D , also intuitiv ganz im Sinne von Euronymous [3*3] ).

Meistens nervt politisch-soziologischer Inhalt ja auch.

Ausser im (echten, nicht plastikmässigen Neo-Zeugs da) Punkrock, da ist das cool. Muss aber wirklich total daneben sein dann, so wie Kain gesagt hat.

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Imperial Warcry
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Beitrag von Imperial Warcry » 03.03.2014, 16:01

Gemäss Euro hatte BM strenggenommen satanistisch oder zumindest "okkult" (im Sinne der 90er) zu sein - sofern man sich nicht auf die jüdisch-christliche Mythologie festlegte (bspw. Sigh aus Japan).

In jedem Falle war es ein klares Fuck-Off an Bands wie Napalm Death oder Obituary, die anfangs 90er mit sozialkritischen Texten und Bermuda-Shorts im DM auffuhren ("Life Metal" war ein verbreitetes Schimpfwort).

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