I can't relax in Deutschland - Schwermetall

I can't relax in Deutschland

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Zimmer
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I can't relax in Deutschland

Beitrag von Zimmer » 25.09.2005, 16:48

In Deutschland gibt es Probleme :ugly2:

http://www.icantrelaxin.de
Rechte Symbole sind in die Mitte gerückt

Die unverkrampfte Anbändelung deutscher Popmusik an die neue alte Heimat steht im Mittelpunkt der Kritik von "I can't relax in Deutschland". Denn 60 Jahre nach Kriegsende blicken deutsche Künstler wie Heppner und van Dyk wehmütig stolz auf die Nachkriegsgeschichte. Betrauert werden die eigenen Opfer, Stein auf Stein wächst das Selbstbewusstsein: "Wir sind wir".

"Irgendwann rückten rechte Symbole in die Mitte, also ins Musikfernsehen und in Chartkompatible Musik", beobachtet Büsser. "Das ging los mit Gruppen wie Rammstein oder Witt, die ganz bewusst mit einer teutonischen Symbolik gespielt haben. Zur selben Zeit, Mitte der 90er, kamen Stimmen auf - damals von Kunze zum Beispiel - für eine Radioquote in Deutschland, die einen bestimmten Prozentsatz an deutschen Produktionen berücksichtigt, weil, so begründete er, der amerikanische Schund unser Radioprogramm dominieren würde."

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Bandog
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Beitrag von Bandog » 25.09.2005, 17:02

Davon habe ich auch schon gehört. Es soll also in Deutschland tatsächlich Popgruppen geben, die zu ihrer Nation stehen und ihre eigene Sprache favorisieren. Was für eine unglaubliche Schandtat! Aber ist ja kein Wunder, dass Mia ein Lied über Schwarz-Rot-Gold verfassen, wenn dieselben Farben sogar vor dem Bundestag wehen. Bis in die höchsten Ämter erstreckt sich dieses unverhohlene Bekenntnis zum eigenen Land! Gottseidank, kämpfen da tapfere und mutige Aufrechte wie "I can't relax in Deutschland" dagegen an.

Hochachtungsvoll
Bandog

Mitglied im VGDÜHGVDID (Verein gegen die überproportional hohe Gewichtung von Deutsch im Deutschunterricht)

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Arkadius
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Beitrag von Arkadius » 25.09.2005, 17:55

Ich weiß, diese Patriotismusdebatte ist nervig, aber ich muss einfach mal meinen Senf dazu abgeben.
[4] Warum dürfen die Franzosen stolz auf Frankreich sein, wir aber nicht stolz auf Deutschland?

Die Frage ist so falsch gestellt. Richtig müsste sie heißen: welchen vernünftigen Grund gibt es überhaupt, auf eine Nation stolz zu sein? Um es vorweg zu nehmen: wir finden, es gibt keinen. Ob nun ein Franzose darauf abfährt, Franzose zu sein oder sich ein Brite den Union Jack tätowieren lässt, ist ähnlich geschmacklos wie Musiker/innen in schwarz-rot-gold.
Ich finde es zwar nicht geschmacklos, jedoch äußerst befremdlich. Ich bin froh, dass in Deutschland nicht einfach blind diesem "Nationalismus" hinterhergerannt wird wie in anderen Ländern Europas. Ich finde es seltsam, wenn man auf irgendwelche Persönlichkeiten, Geschehnisse oder Leistungen stolz ist, nur weil sie dem eigenen Land zugeschrieben werden. Für mich ist das das oft zitierte "Herdenverhalten" des Menschen in extremer Form. Es ist nicht so, dass ich alles verdamme, was deutsch ist, ebenso wenig wie ich alles nichtdeutsche verdamme. Ich finde nur nichts besonderes bzw. etwas, auf das ich stolz sein könnte an diesem Land. Lokalpatriotismus ist für mich in einem gewissen Maße noch verständlich, da hat man ja noch einen direkten Bezug zu seiner Gegend. Ich weiß eben nur nicht, warum ich unbedingt stolz auf Ludwig Erhard sollte, ich kann ja nicht stolz auf etwas sein, was ich nicht selber gemacht habe. Genauso wenig fühle ich mich verantwortlich für die deutsche Geschichte, die ebenso viele (oder wahrscheinlich noch mehr) Schandtaten aufzuweißen hat, wie die anderer Länder. Man sollte daran erinnern und sich damit auseinandersetzen, aber wenn man nicht dabei war, kann man nichts dafür.
Ob diese Compilation jedoch ein Schritt in die richtige Richtung ist, ist fraglich.

Tom: Dein Beitrag ist zwar witzig geschrieben, aber bring doch mal ein paar griffigere, d.h. nicht vor Sarkasmus triefende Argumente.
Zuletzt geändert von Arkadius am 25.09.2005, 20:43, insgesamt 1-mal geändert.

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Tom
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Beitrag von Tom » 25.09.2005, 18:42

Und damit das nicht rassistisch wird, (denn wenn nur die Deutschen nicht auf ihre Nation stolz sein dürfen, ist das purer Rassismus) darf auch sonst niemand mehr auf sein Land stolz sein.

Ich fange gleich mal damit an. Ab jetzt spreche ich französisch, feuere bei Fussball die Schweizer an und rufe beim Skifahren den Türken aufmunternde Wörter zu. Immerhin ist es rassistisch immer nur zu hoffen, dass sein eigenes Land siegt. Alle habe den ersten Platz verdient. Der Schumacher ist sowieso der Rassist pur. So oft wie der gewonnen hat. Andere Nationen gibt es auch noch.

Und die Österreichische Hymne darf sowieso keiner mehr singen, denn damit würde unser Land verherrlicht. Ein Lied auf das eigene Land, wo kommen wir denn da hin. Das ist ja schon fast so schlimm als würde ich den Wienern oder den Deutschen Würstchen widmen.

Das gehört alles verboten. Ab jetzt gibt es Multikulturelle Würstchen. Das ist vom Geschmack eine Mischung aus Deutschländer und Wiener aber nicht so braun, denn das ist ja die Farbe der Rassisten. Und Braune Deutschländerwürstchen? Die gehören eingesperrt..........

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Brunwar
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Beitrag von Brunwar » 26.09.2005, 00:43

Was soll der Unsinn?Auf der einen Seite werden wir als Nation verantwortlich gemacht und auf der anderen sollten wir keine Nation sein?Hab ich kein Problem mit dann möchte ich aber auch nicht als Angehöriger einer Nation angesehen werden.
Und das Thema Nation oder Volksgruppen...Fakt ist doch das wir verschieden SIND! Wir sprechen unterschiedliche Sprachen,essen unterschiedliches Essen ,haben eine unterschiedliche Geschichte etc etc ergo sind wir verschieden.
Wenn wir also verschieden sind kann man entweder Stolz drauf sein oder auch nicht und DAS sollte man jedem selbst überlassen.

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Ragnar
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Beitrag von Ragnar » 26.09.2005, 21:59

nationalstolz ist doch recht natürlich, nicht? nur ist mir aufgefallen, dass staaten mit homem bildungsgrad dazu tendieren, ihr land zu verabscheuen. interessant: in ländern, wo nur chaos und unordnung herrscht (brasilien, notabene auf der flagge: ordem o progresso - ordnung und fortschritt), sind die leute unheimlich stolz auf ihre nation.

dennoch: nationalstolz darf man nicht mit faschismus verwechseln, wenn auch teils eine kleine schnittmenge davon vorhanden sein dürfte.

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Beitrag von Arkadius » 27.09.2005, 20:27

Ragnar hat geschrieben:nur ist mir aufgefallen, dass staaten mit homem bildungsgrad dazu tendieren, ihr land zu verabscheuen. interessant: in ländern, wo nur chaos und unordnung herrscht (brasilien, notabene auf der flagge: ordem o progresso - ordnung und fortschritt), sind die leute unheimlich stolz auf ihre nation.
In Brasilien sind die Leute (größtenteils) auch unheimlich gläubig. Für mich steht Nationalstolz auf etwa der gleichen Ebene wie Christentum/Islam. Seltsam (oder "interessant", wie du sagtest), dass sich gerade die, denen es am dreckigsten geht, am ehesten so etwas nacheifern. Naja, mir egal, solange es nicht radikal ist, man's eher für sich behält und mich damit in Ruhe lässt.

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Beitrag von Troll » 28.09.2005, 09:15

Ich hasse die Bundesrepublik. Sie ist eine amerikanische, undemokratische und faulig verderbte Struktur.
Ich hasse die Regierung. Falls man im jetzigen Zustand von einer reden kann.
Ich hasse den Grossteil der Deutschen. Schaut sie Euch an.

Aber ich bin stolz Deutscher zu sein.
Stolz hat nichts mit meiner eigenen Leistung, ja nicht mal mit der anderer zu tun. Deutscher zu sein bedeutet, eine Identitaet zu haben und Identitaet ist etwas worauf man stolz sein kann.

Und auch wenn ich dann irgendwann auswander, weil ich die Regierung nicht mehr ertrage, werd ich immernoch aus einer kleinen Stadt in Westfalen stammen und Bier trinken, das nur aus Hopfen, Gerste, Wasser und Hefe gebraut wurde.

Insomnivs

Beitrag von Insomnivs » 29.12.2005, 18:10

Ich bin froh, in Deutschland zu leben, immer noch.
Ich bin froh, mich trotz meines polnischen Vaters als Deutscher fühlen zu können.
Ich wäre gerne Stolz auf Deutschland, geht aber leider nicht.
Deutschland ist klein Amerika, Deutschland ist am Boden.

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king_of_spades
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Beitrag von king_of_spades » 01.01.2006, 20:22

aus heutiger sicht ist es schwer auf deutschland stolz zu sein. diese scheiss liberalen politiker tun ja was sie wollen, hauptsache keinen gedanken an die vergangenheit verschwenden. man sehe sich vieertel an, in denen vorwiegend migranten wohnen, die als arbeitslose auch noch mehr kohle erhalten als die deutschen selbst! das geht doch überhaupt nicht! die grossstädte verkommen zu drecksnestern, in denen gewalt, hass, armut, unzufriedenheit amerikaähnliche züge annehmen! lieben die politiker ihr land also nicht genug, um diesen prozess zu stoppen?? die wahren verbrecher sind die politiker, nicht die menschen! dreckspack!

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Christian Hate
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Beitrag von Christian Hate » 03.01.2006, 09:46

In gewisser Weise bin ich auch Stolz auf Deutschland. Allerdings nicht in jeder Beziehung. Ich bin Beispielsweise nicht Stolz auf unsere Regierung, allerdings hat das Land auch seine guten Seiten (Wir haben ein paar recht gute Metalbands hervorgebracht)
Zum eigentlichen Thema: Von der Sache her find ich das OK. Allerdings krieg ich schon wieder 'nen Hals, wenn ich die Namen einiger Punkbands lese. Immer das ewige gemecker, wie Deutschland ist Scheisse..blabla..
Die normalen Punks kassieren monatlich ihre Kohle von Vater Staat und regen sich dann auf, dass alle Kacke ist.
Niemand zwingt sie in Deutschland zu wohnen. Ich hab mittlerweile echt ein Problem mit diesen Freizeitrevoluzzern

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