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Blocher's Bauchschmerzen wegen dem ARG

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Graf von Hindenloch
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Blocher's Bauchschmerzen wegen dem ARG

Beitrag von Graf von Hindenloch » 06.10.2006, 13:55

Der liebe Herr Blocher hat mit einigen neulich in der Türkei getanen Äusserungen zum Thema Antirassismusgesetz bei den schweizer Parteien grossen Unmut hervorgerufen. Diese (mit Ausnahme der SVP) monieren nun, dass Blocher gern behauptet, Volkes stimme zu sein, das Volk aber das ARG per Abstimmung angenommen habe.

Natürlich ist gerade nach dem Verlauf der letzten grossen Abstimmung klar, wie das Ergebnis aussähe, wen das ARG nochmal vors Volk käme. Also werden die Parteien eine Neuwahl hierzu zu verhindern versuchen.

Für den Fall das dies aber doch einmal geschieht,hätte ich gern eure Meinung, wo die Vorteile oder Nachteile beim Wegfall oder zumindest einer Entschärfung des §261bis lägen.

Aus meiner Sicht würden sich folgende Vorteile und Nachteile ergeben:

Vorteile:

Eine nachhaltige Entspannung des gesellschaftlichen Klimas, wo sich heute fast jeder mit der ARG-Keule geschlagen fühlt und wo unter dem Druck des ARG der Rassismus fast ins grenzenlose gewachsen ist.

Tatsächlicher Rückgang des gesellschaftlichen Rassismus dadurch das rechten Parteien die "Maulkorb-Gesetz"-Argumentation entzogen würde und diese in der Folge ihren jetzt grossen gesellschaftlichen Einfluss verlieren würden.

Mehr Dialog zwischen den Kulturen durch die Möglichkeit der freien Rede, welche auch die äusserung von Ablehnungs- oder Hassgefühlen nicht tabuisiert.


Nachteile:

Man kann sich wieder durch das Gröhlen/Schreiben stumpfsinniger rechter Parolen zu profilieren versuchen, was sich gesamtgesellschaftlich negativ auswirken könnte und möglicherweise zu einer weiteren Verblödung eines momentan noch zu geringem Nachdenken genötigten rechten Lagers führt.

Extremistische Organisationen ausländischer Herkunft könnten zweifelhafte Aussagen hier verbreiten und sich möglicherweise auch zu grösseren Kräften zusammenschliessen, wenn sie nicht mehr durch gegenseitiges Verklagen wegen Rassismus behindert werden.

Antifa und AKdH könnten sich ebenfalls nicht mehr gegenseitig wegen Rassismus verklagen. Aggressionen könnten sich unter diesen Umständen anderswo entladen und möglicherweise könnte offene Gewalt zunehmen.

Eure Meinung zu Vor- und Nachteilen einer Änderung der jetztigen ARG-Gegebenheiten.

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Beitrag von Dr.Schenderowitsch » 12.10.2006, 07:12

Fascho!

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Beitrag von Garm » 12.10.2006, 08:00

Dr.Schenderowitsch hat geschrieben:Fascho!
Sehr förderlich! 8)

Werter Herr Eichmann, könntest du vlt. auch die von Blocher getätigten Aussagen erwähnen? Würde mich interessieren.

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Graf von Hindenloch
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Beitrag von Graf von Hindenloch » 12.10.2006, 12:20

Laut der Fach, bzw. Flachpresse hat Blocher in der Türkei bezüglich der Anklage eines türkischen Historikers unter dem schweizer ARG gesagt, dass ihm dieses ARG schon länger Bauchschmerzen machen würde und man evtl. Änderungen an diesem Gesetz prüfen solle. Es ist eigentlich fast nicht möglich, dass du das nicht mitbekommen hast.

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Beitrag von Garm » 12.10.2006, 12:47

Ricardo Clement hat geschrieben:Laut der Fach, bzw. Flachpresse hat Blocher in der Türkei bezüglich der Anklage eines türkischen Historikers unter dem schweizer ARG gesagt, dass ihm dieses ARG schon länger Bauchschmerzen machen würde und man evtl. Änderungen an diesem Gesetz prüfen solle. Es ist eigentlich fast nicht möglich, dass du das nicht mitbekommen hast.
Ist aber so. Österreichische Medien eben. Kann auch sein, dass ich es vielleicht verpaßt habe.

Dennoch: Danke für die Informationen!

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 12.10.2006, 14:09

International wurde das Thema eben mit der Beachtung bedacht, die es verdient: Keiner. Gruss nach Österreich.

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Beitrag von Morgenstern » 12.10.2006, 15:01

Und darum eröffnest du hier einen Thread ;)

Ich halte deine Argumentation für etwas überzogen und schöngeredet. Die Veränderung des Artikels würde geringe gesellschaftliche Auswirkungen haben. Es ginge ja schliesslich nur darum, abzuändern, ob man Genozide leugnen darf. Sehr häufig sind Genozid-Leugner ganz einfach nur ignorant. Ignoranz zu verbieten halte ich für kritisch, wenn sie nur in einem so spezifischen Bereich verboten ist.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 12.10.2006, 15:09

Du hast vollkommen recht, was meinen Thread angeht. Aber immerhin können wir als argentinische Exil-Schweizer mit Wohnsitz in Basel ja noch behaupten, von dieser Gesetzgebung betroffen zu sein. Natürlich ist meine Argumentation überzogen. Das nennt man Satire, unter den Gebildeten und Gebuildeten.

Ich würde schon sagen, dass es geringe Auswirkungen haben würde, das Gesetz zu ändern, aber es wäre doch immerhin ein erster Schritt zu weiteren Änderungen, und mit der Zeit würde sich dann vielleicht doch eine Auswirkung/Verbesserung auf gesellschaftlicher Ebene ergeben.

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Beitrag von IchEssBlumen » 12.10.2006, 16:00

Morgenstern hat geschrieben:Und darum eröffnest du hier einen Thread ;)

Sehr häufig sind Genozid-Leugner ganz einfach nur ignorant.
Fragt sich wer hier ignorant ist...

"Genozid Leugner" sind nicht alles Glatzen oder weltfremde Judenhasser.

Bsp. zum Gedanken anregen:

Nach aussagen von Rudolf Höss starben in Auschwitz 3Mio. Diese Zahl stand bis Anfang 90er in Ausschwitz auf den Gedenktafeln. Wie er aber in seiner Autobiographie selber angibt entstand dieses Geständniss durch Folter der britischen Kriegsverbrecher... interessannt! Später wurde die Zahl überigens auf rund 1 Mio. "runterkorrigiert".

Die Anzahl der toten in den lagern Buchenwald und Treblinka hingegen wurden seit den esten schätzungen der amerikanischen Kriegsverbrechern nicht mehr korrigiert, was auch nachvollziehbar ist: Der Sieger diktiert! Ferner war eine spätere Korrektur nicht möglich: Unabhänhige erforschung der damaligen Tatsachen ist nämlich strafbar!

Es gibt viele weitere Argumente...aber sich hier weiter zu äussern ware ja strafbar...ignoranz...lieber die paar "Nazi spinner" wegsperren anstelle sich auf eine Debatte einzulassen...man könnte bem verbalen Duell ja den kürzeren ziehen...

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 12.10.2006, 16:04

Am bedenklichsten in der ganzen Genozid-Diskussion ist so oder so die Rumreiterei auf Zahlen. So im Stil von: ab dieser oder dieser Anzahl an Toten ist es dann ein Genozid. Um festzustellen, wie die Nazis zu den Juden standen, reicht ein Blick in ihre ideologischen Schriften. Und ob sie nun 1 oder 6 Millionen effektiv umgebracht haben ändert an ihrer Ausrottungsphilosophie/Vorherrschaftsphilosophie nichts.
Gerade diese Gonozid-Leugnungs-Bekämpfungsgesetze sind Wasser auf die Mühlen der heutigen Nazis. Na, wenn es dem Staat und diversen Organisationen gefällt, so weiterzumachen...

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Beitrag von Zimmer » 12.10.2006, 16:17

IchEssBlumen hat geschrieben:Unabhänhige erforschung der damaligen Tatsachen ist nämlich strafbar
Nenne mir den Gesetzesartikel der dies verbietet.

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 12.10.2006, 16:19

Das war in der Tat ein Fehler vom Blumenkind, aber er hat insofern recht, dass die Veröffentlichung gewisser Resultate "unabhängiger" Forschung strafbar wäre...

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Beitrag von gladhon » 12.10.2006, 17:17

Beim Völkermord geht es nicht primär um die Anzahl sondern um die Absicht eine gewisse Gruppe von Menschen direkt oder indirekt zu zerstören.

So wurden zB. auch einzelne Personen wegen Völkermord verurteilt weil 30fachen Mord an einer bestimmten Gruppe geübt hat.

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Beitrag von Morgenstern » 12.10.2006, 17:35

IchEssBlumen hat geschrieben:
Morgenstern hat geschrieben:Und darum eröffnest du hier einen Thread ;)

Sehr häufig sind Genozid-Leugner ganz einfach nur ignorant.
Fragt sich wer hier ignorant ist...

"Genozid Leugner" sind nicht alles Glatzen oder weltfremde Judenhasser.

Bsp. zum Gedanken anregen:

Nach aussagen von Rudolf Höss starben in Auschwitz 3Mio. Diese Zahl stand bis Anfang 90er in Ausschwitz auf den Gedenktafeln. Wie er aber in seiner Autobiographie selber angibt entstand dieses Geständniss durch Folter der britischen Kriegsverbrecher... interessannt! Später wurde die Zahl überigens auf rund 1 Mio. "runterkorrigiert".

Die Anzahl der toten in den lagern Buchenwald und Treblinka hingegen wurden seit den esten schätzungen der amerikanischen Kriegsverbrechern nicht mehr korrigiert, was auch nachvollziehbar ist: Der Sieger diktiert! Ferner war eine spätere Korrektur nicht möglich: Unabhänhige erforschung der damaligen Tatsachen ist nämlich strafbar!

Es gibt viele weitere Argumente...aber sich hier weiter zu äussern ware ja strafbar...ignoranz...lieber die paar "Nazi spinner" wegsperren anstelle sich auf eine Debatte einzulassen...man könnte bem verbalen Duell ja den kürzeren ziehen...
Selbstverständlich darf man alles anzweifeln, schlussendlich gibt es aber Dinge, die erwiesen sind, insbesondere im Falle des Holocaust gibt es nichts mehr zu diskutieren bezüglich der Tatsache, dass er stattgefunden hat. Jemand, der so etwas leugnet ist meines Erachtens ein Ignorant (egal ober nun eine Glatze, ein weltfremder Judenhasser oder wie du meinst meinetwegen etwas anderes ist). Zu diskutieren gibt es, wie du dies ja tust, auf alle Fälle, wie gut die Recherchen waren und welche Interessen hinter den Forschungen standen bzw. wie objektiv diese waren und sind. Das ist aber keine Frage des "Ob's", sondern des "Wie's".

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Beitrag von IchEssBlumen » 12.10.2006, 18:41

1. Klar kann mans als rumreiterei auf Zahlen ansehen, ist es aber nicht es geht ums prinzip: siehe bsp. von angeblicher Seife die aus juden hergestellt wurde, oder die lampenschirme aus der Haut der Opfer...das haben die amerikaner nach dem Krieg verbreitet...heute glaubt kein ernt zunehmender Forscher mehr an dieser Propaganda Märchen.

2. Erwiesene Tatsachen...ich finde sowas darf es in der Wissenschaft nicht geben! Wie oft konnte etwas im nachhinein schon anders interpretiert werden? Da gibts tausende beispiele.... Die "Beweise" sind erdrückend, aber wieviel amerikanische Propaganda ist da mit drin? Faszinierend finde ich Göring ausruf am Nürnberger Prozess als der berüchtigte "Concentration Camps" fiml gezeigt wurde: "Diese Propaganda ist so gut, sie könnte von Goebbels sein!"

3. KZ's gabs, gibts immernoch kann man sich ja auch noch heute anschauen, ich war sogar selbst schon in 3 verschiedenen. Nun tote gabs, da zweifelt kein Mensch dran und es werden mit sicherheit eine unverantwortbare menge gewesen sein! Was nun viele Leute als rumhacken auf details nennen mögen: Es gibt leute die hinterfragen ob es eine geplante ausrottung der juden gab oder nicht. Gab es eine geplante systematische ausrottung die an der ominösen Wannsee konferenz beschlossen wurde? DAS ist die streitfrage!

4. Die einzigartigkeit der shoa: ist es DAS ultimative verbrechen das seines gleichen sucht oder ist es eines von vielen? Nun, das mag vielen leuten egal sein, anderen hingegen bedeutet der unterschied etwas.


Ich finde der mörgeli hats letzte woche in der arena perfekt auf den Punkt gebracht! Wovor muss man denn angst haben das es verboten werden soll? Wenn man angeblich die besseren argumente hat und alles beweisen kann...wozu dann verbieten? wofür hunderte von menschen wegen ihrem forschungs drang wegsperren? das ist doch die kernfrage!

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Beitrag von Zimmer » 12.10.2006, 19:32

Warum beschränkst beim Holocaust auf die Shoah? Der Holocaust ist weit mehr als "nur" die Shoah und war in seiner Systematik einmalig. Die Singularität der Shoah wird reglich diskutiert, ohne das jemand mit Strafverfolgung rechnen muss.

Zur Wannseekonferenz:
Hast du nur die Verschwörungstheorien und Pseudowissenschaften gelesen oder auch den Text des Historikers Norbert Kampe:
Überlieferungsgeschichte und Fälschungsvorwurf… In Buch von Mark Roseman: Die Wannsee-Konferenz - Wie die NS-Bürokratie den Holocaust organisierte
ISBN 3-548-36403-9

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Beitrag von theantichrist » 13.10.2006, 09:53

IchEssBlumen hat geschrieben:2. Erwiesene Tatsachen...ich finde sowas darf es in der Wissenschaft nicht geben! Wie oft konnte etwas im nachhinein schon anders interpretiert werden? Da gibts tausende beispiele....
wie die fundamentalistischen christen, die meinen sie hätten die evolutionstheorie wiederlegt. :ugly2:

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 13.10.2006, 12:21

Alles schön und gut. Ich bestreite persönlich überhaupt nicht, dass der Holocaust stattgefunden hat, bloss geht mir nun mal die Ermordung dieser Leute so am Arsch vorbei wie der Antifa die Toten ihrer favorisierten Kommunistischen Länder und den Kapitalisten die Toten ihres weltweiten Unterwerfungsfeldzuges/ihrer Ausbeutungsindustrie. Aber darf ich dies hier so frank und frei sagen? Es wäre schön.

Warum ist es euch eigentlich so wahnsinnig wichtig, dass der HC nun stattgefunden hat? Was habt ihr persönlich davon? Selbst falls sie Hebräer sind, Herr Zimmer, muss ich ihnen diese Frage stellen.

Wieder geschehen wird solches so oder so immer wieder. Man blicke nur mal in die Höllen dutzender vergessener Kriege, die weltweit unbeachtet vor sich hintoben. Also ist dieser "gegen das Vergessen"-Scheiss doch nun wirklich als ausbeuterische Propaganda zugunsten amerikanisch/israelischer Interessen entlarvt (und man beachte, dass ich die Reihenfolge bewusst so reinstelle). Denn diese Kampagne hat bis jetzt keinen einzigen nachfolgenden Völkermord verhindert. Sie hat lediglich Unsummen in die Kassen diverser Organisationen gebracht. Meiner Meinung nach gehören die Organisationen und Institutionen, die den HC auf diese Weise ausbeuten wegen Ausbeutung von Toten angeklagt.

Es ist ZU SCHade, dass man die Toten des HC nicht einfach wieder lebendig machen kann. Das möchte ich dann sehen, wer die alle aufnehmen will. HA!

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Beitrag von Graf von Hindenloch » 13.10.2006, 13:24

Und noch etwas. Es ist zwar durchaus möglich, im privaten Rahmen Nachforschungen zu betreiben. Unabhängig ist man dabei allerdings so oder so niemals, weil man ja immer schon mit einer gewissen Einstellung an die Sache herangehen wird. Und je nach Voreinstellung werden denn auch die Resultate ausfallen.Also kann man sich das Wort "unabhängig" auf beiden Seiten sparen.

Das sieht man auch an der Einstellung des Herrn Zimmer, der, nach typischem Schema, die Literatur in Wissenschaft und Pseudowissenschaft einteilt, wobei Wissenschaft das ist, was ihm zusagt, und "Pseudowissenschaft" das, was ihm nicht gefälllt. So macht es die Antifa ja auch mit Menschen. Ein Mensch ist, wer ihnen passt (bzw. exakt auf Linie ist), alle anderen sind keine Menschen, sondern "Faschos".

Ich will damit keinesfalls sagen, dass der bis jetzt betriebene Revisionismus keine Pseudowissenschaft sei. Allerdings leite ich daraus nicht ab, dass deshalb die offizielle Geschichtsschreibung immer der Wahrheit entsprechen muss.

Und wenn man schon "Wissenschaft zu diesem Thema zitieren will, sollte man nicht unbedingt so sachen wie die von Mark ROSEMAN anführen. Denn mit dem Namen ist er nun wirklich weit entfernt von Unabhängigkeit...

@theantichrist wenn du tatsächlich die gegenwärtige Geschichtsschreibung für gleichwertig mit den physikalischen Grundgesetzen und Erkenntnissen der Naturwissenschaften nimmst, tust du mir leid. Denn Geschichte wird immer im Interesse von bestimmten Mächten geschrieben. Sie wird sich daher auch ständig ändern. Anders als eben die Erde, die eine Kugel bleiben wird.

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Beitrag von Zimmer » 14.10.2006, 23:46

Man darf erinnern dass zwischen den USA und Deutschland noch immer nur ein Waffenstillstand herrscht. Vielleicht sind auch noch andere Dinge (un)wichtig aus jener Zeit, vielleicht auch nicht, aber ob du es nun willst oder nicht - Dinge aus jener Zeit sind noch immer Präsent - es watscheln noch immer tausende uniformierte und bewaffnete Amis in Deutschland herum. Du kannst die Geschichte eines Landes nicht auslöschen und aus der Geschichte soll man lernen und gerade wegen der unerreichten Systematik des Holocausts ist es so immens wichtig, dass dieser Holocaust nie vergessen geht (wie auch anderen Episoden der jüngeren Geschichte). Der Holocaust war in der Systematik einmalig und bleibt hoffentlich unerreicht. Und ich sage es nochmals. Der Holocaust war weit mehr als die Shoah - nur schade, dass eben du es in deinen Zeilen gleich wieder auf die Shoah reduziertst. Das spricht nicht wirklich für dein Verständnis und ich werde mich nicht weiter dazu äussern.

Ich habe nie behauptet dass meine Buch, dass ich als Gegenbeispiel zu IchEssBlumen eine These genannt habe, unabhängig ist. Ich habe auch nicht meine Meinung dazu kund getan. Das du darauf aber deine Argumentation aufziehst ist mehr als armselig.

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