Religion - Ja oder Nein? - Schwermetall

Religion - Ja oder Nein?

Satanismus, Christentum, keltische und nordische Religionen sowie die zugehörigen Mythologien!

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wikingerblut
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Religion - Ja oder Nein?

Beitrag von wikingerblut » 19.06.2005, 17:23

Einer Religion angehören oder nicht?
Was bringt das für Vor- und Nachteile?
Wie wichtig ist euch eine Religion?
Distanziert ihr euch bewusst von allen Religionen?
Oder möchtet ihr gar eine neue Religion erfinden? :wink:

Sartael
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Beitrag von Sartael » 19.06.2005, 18:34

Religionen engen menschen ein. Religionen geben verhaltensregeln.

Das ist beides nichts für mich.

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Ragnar
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Beitrag von Ragnar » 19.06.2005, 23:59

das gesellschaftlich geprägte ethische denken engt auch ein, und zwar auch positiv: kinder töten ist unschön, weil das den angehörigen seelisch schadet zb. in der religion ist das nur verankert und später auch institutionalisiert worden. ich denke für viele leute ists nicht schlecht, dass es eine religion gibt. nämlich genau für die, welche nicht genug weit denken und denen dogmatische aussagen genügen.

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Bandog
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Beitrag von Bandog » 20.06.2005, 03:27

Diese Frage stellt sich gar nicht. Eine Religion unterscheidet sich von einer Philosophie dadurch, dass sie ihre Weltanschauung durch göttlichen Willen untermauert. Man kann sich einer Religion nicht einfach anschliessen, man muss auch glauben (Jaja, klar kann man). Wenn ich mich zum Beispiel der Lehre des Herrn Nietzsche anschliessen würde, wäre es ziemlich egal, ob es den Typen wirklich gegeben hat (bin mir da aber ziemlich sicher). Aber ebenso muss ich mich nicht seiner Lehre unterwerfen, bloss weil ich seine Existenz anerkenne. Mit anderen Worten: entweder man glaubt, dann hat man die Regeln der dazugehörigen Religion zu befolgen und hat etwaige Nachteile als Vorteile zu empfinden, oder man glaubt eben nicht, Punkt.

Was ich nicht ausstehen kann, ist dieser ganze moderne Liberalschwätzerscheiss, Leute, die Religionen mit Philosophien verwechseln. Das führt dann dazu, dass gewisse Punkte der jeweiligen Lehre nicht mehr anerkannt und befolgt werden, was absoluter Schwachsinn ist, denn entweder anerkennt man das Regelwerk (Bibel, Koran usw.) als die Gebote eines höheren Wesens dessen Wille Naturgesetz ist und befolgt darum auch jedes seiner Gesetze, oder eben nicht, dann verleugnet man aber das Göttliche und nimmt den anderen Gesetzen jeglichen Boden, jegliche Argumentationsgrundlage.

Wenn Schwule in der Anglikanischen Kirche zum Bischof geweiht werden, wenn liberale islamische Theologen den Heiligen Krieg verleugnen, dann verkommt das ganze zu einer Farce.

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Beitrag von Pessimist » 20.06.2005, 17:07

Eine Religion hat für schwache Menschen den Vorteil ihnen etwas zu geben an dem sie sich festhalten können. Mir sind die Gläubigen scheiss egal, wenn jedoch Leute auf die Strasse gehen oder gar zu mir nach Hause kommen um zu missionieren, bekomme ich den Kotzreiz.

Was ich nicht verstehen kann ist wie man hinter einer Religion stehen kann die Jahre lang den Ablasshandel betrieben hat. Deren Priester Schwule(und somit Sündiger) oder Kinderficker sind. Oder im Name der Kirche diverse hilflose Menschen geschlachtet (Kreuzzüge) worden sind. Die Christen waren so grausam wie die Nazis. Wie scheiss Naiv muss man unteranderem sein um Verhütungsmittel zu Verbieten?

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Beitrag von wikingerblut » 20.06.2005, 17:46

Ich glaube, dass die meisten Religionen veraltet sind.
Einerseits denke ich, dass die Menschen je länger je mehr eine Religion benötigen, da es in der heutigen Zeit alles andere als einfach ist einen Sinn im Leben zu finden oder dergleichen. Vor einigen hundert Jahren war das noch einfacher geregelt, da wusste man noch was man zu tun hatte und wohin man gehörte. Viele Menschen in der modernen Welt wisse nichts mit sich anzufangen und brauchen den Glauben wieder verstärkt. Woran sich unzählige Sekten nähren und wie Pilze aus dem Boden schiessen.

Ich persönlich hab mich von meiner Religion abgewandt weil ich mich dadurch nur eingeengt und kommandiert fühlte. Ich mag mich keinem Schema unterwerfen und Lehren übernehmen, ich hab da als ziemlich sturer Bock meine eigenen Vorstellungen. 8)

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Beitrag von Zimmer » 20.06.2005, 17:47

1.) Ein religiöser Mesche setzt sich durchaus kritisch mit seiner Religion ausseinander.

2.) Eine Religion gibt nur einen Weg vor. Jedem ist sich selbst überlassen wie streng er diesem folgen will. Man ist nicht zwingend ein "guter" Christ, wenn man jede Messe besucht und jeden Psalm der Bibel auswendig kennt...
Es gibt keine "guten" oder "schlechte" Christen. Es gibt nur gläubige und ungläubige Christen!

3.) Auch wenn im Namen der Kirche Kreuzzüge und Missionierugen stattgefunden haben. heisst das noch lange nicht, dass die Religion dies befürwortet. Es sind die Menschen die handeln nicht ein Buch. Nur den Fundamentalismus einer Religion anzusehen ist Falsch!

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Beitrag von Gehenna » 21.06.2005, 07:45

gehört Asatru für dich zu einer Religion? eigentlich bin ich nur Sympathisant von Naturreligionen.. aber grundsätzlich schliesse ich mich NIERGENDS an

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Re: Religion - Ja oder Nein?

Beitrag von nimmermehr » 21.06.2005, 08:28

wikingerblut hat geschrieben:Einer Religion angehören oder nicht?
Warum sollte ich? Spiritualität geht auch ohne Gemeinschaft.
Was bringt das für Vor- und Nachteile?
Ich gehe doch keine Religion ein, die mir Nachteile verschafft?
Wie wichtig ist euch eine Religion?
Nicht sehr. Der eigene Glaube jedoch.
Distanziert ihr euch bewusst von allen Religionen?
Durch das "konfessionslos" in der Steuererklärung? ;) Nein, wenn ich vor Religionen keine Angst habe, muss ich auch keinen bewussten Sicherheitsabstand einhalten.
Oder möchtet ihr gar eine neue Religion erfinden?
Der Glaube für mich selber ist ganz klar eine Eigenproduktion. Habe aber nicht vor, dies in nächster Zeit als Religion zu publizieren. ;)

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Beitrag von Aiwendil » 23.06.2005, 12:38

Religion engt ein. Du musst tun was die Vorschriften der jeweiligen Religion sind. Nix für mich.

Einen Glauben haben finde ich aber ok.
Sich dabei welche Leute suchen die ähnlich denken und handeln. Den Kopf und das Herzen einsetzen können und nicht stur einer Doktrin folgen.

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Beitrag von Grimmschlag » 23.06.2005, 13:25

Solange die Religion Menschen Hoffnung schenkt und es nicht im Extremnismus endet, ist Religion sehr gut und hilfreich. Egal ob Christ, Moslem, Heiden, Satanisten oder ne Sekte. Jedoch sollte man das Wort Religion eher durch Glauben ersetzen, denn viele haben sich einen eigenen Hybridglauben (in Bezug auf verschiedene Glaubensrichtungen) aufgebaut!

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Beitrag von Troll » 23.06.2005, 14:00

Grimmschlag hat geschrieben:Solange die Religion Menschen Hoffnung schenkt und es nicht im Extremnismus endet, ist Religion sehr gut und hilfreich.
Hilfreicht wobei? Wenn du die Aufrechterhaltung der Sklavenmoral meinst dann ja :)

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Beitrag von nesges » 23.06.2005, 14:29

Grimmschlag hat geschrieben:Jedoch sollte man das Wort Religion eher durch Glauben ersetzen
Nein. Glaube kann ganz gut ohne Religion auskommen - und umgekehrt ist es mittlerweile genauso.

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Beitrag von wolfsklang » 15.07.2005, 14:02

ich sehe mein bekenntnis zum irminentum ein und wiederspiegle es auch auf meine art und weise. menschen welche keinen glauben haben oder keine philosophisch-ethische grundsätze besitzen, zeigen von charakter schwäche. ich halte auch nichts von total rationalistischem gedankengut, dies schreit förmlich nach tohrheit.

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Beitrag von morgaine » 24.07.2005, 19:48

religionen werden fast immer als machtmittel missbraucht,deshalb bin ich grundsätzlich dagegen...die einzige(mir bekannte) religion die mir ansatzweise zusagt ist der buddhismus

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Beitrag von Crystal-Metal » 03.09.2005, 09:13

Na ich find die Religion Scheisse, weil da Sachen erzählt werden da ich mir 100% sicher bin das es Qutasch ist.Und bringen tuen sie mir Scheiss

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Beitrag von Kain » 05.09.2005, 21:06

nesges hat geschrieben:
Grimmschlag hat geschrieben:Jedoch sollte man das Wort Religion eher durch Glauben ersetzen
Nein. Glaube kann ganz gut ohne Religion auskommen - und umgekehrt ist es mittlerweile genauso.
Da stimme ich zu. Religion und Glaube darf man nicht in einen Topf werfen.
Sämtliche Kulthandlungen sind religiös und brauchen nicht unbedingt einen Glauben im Hintergrund zu haben. Andersherum brauch ein Glaube auch nicht durch kultische Handlungen ausgedrückt werden.

Ich denke, dass die Religion den Menschen Grundsätzlich einengt, da sie versucht, ihm einen Glauben aufzuzwingen, der nicht sein eigener ist.
Der Glaube ist etwas derart persönliches, dass man ihn nicht mit anderen Menschen und schon gar nicht mit mehreren Millionen teilen kann.
Wenn man einen Fremden Glauben als den eigenen übernimmt, mit eventuellen Dogmen oder auch ohne, entfremdet man sich von sich selbst.

Die heutige Gesellschaft zeigt, dass viele den Glauben, der ihnen ursprünglich "aufgezwungen" wurde (z.B. kirchliche Erziehung, Taufe) ablegen aber die Rituale, die durch die Religion mit diesem Verknüpft sind, weiterhin durchführen (z.B. kirchliche Hochzeit), allein weil die Gesellschaft (vor allem Ältere und Konservative) es von ihnen verlangt.
Das zeigt, dass der Glaube als etwas persönlicheres empfunden wird, während die Religion eher ein Gesellschaftliches Phänomen ist.

Der eigene Glaube ist für einen selbst immer "richtig". Allerdings ist es nur natürlich, dass er sich weiterentwickelt und eben kein steifes Gebilde ist, in das man sich zwängen muss.
Er wird dann falsch, wenn man versucht, ihn auf andere zu übertragen.
Religion tut durch die Missionierung genau das. Sie versucht einen Glauben, der sowieso schon verdorben ist, dadurch, dass er mehrere Urheber hat, auf andere Menschen zu übertragen. Von daher ist ein religiös bedingter Glaube immer "falsch".

Und das Religionen für sich selbst beanspruchen, die einzig Wahre zu sein ist sowieso der größte Unfug seit es Menschen gibt.
Allein schon der Fakt, dass verschiedene Religionen existieren widerlegt das. Auch haben die meisten Religionen anthropomorphe Gottesbilder, was zeigt, dass es sich um reine Projektionen des Menschen handelt.

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Beitrag von Devils Child » 03.02.2006, 01:02

Religion an sich ist nichts falsches.
Es stammt vom lateinischen Verb religare, was soviel bedeutet wie an etwas festhalten.
Damit sind die kleine, persönlichen Riten gemeint, die jeder Mensch tagtäglich vollzieht.
Sei es abends zum Musik hören ein Bier zu kippen und zu relaxen.
Sei es morgens nach dem Aufstehen zu duschen und im Anschluß einen Kaffee und eine Kippe zu genießen.
Sei es zum scheißen eine Leselektüre mit auf den Pott zu nehmen.

Alle diese kleinen Dinge sind sehr persönlich und verdammt nochmal individueller Natur.
Religion braucht jeder Mensch und ohne Religion und Riten geht jeder Mensch kaputt, denn Religion gibt und verleiht Struktur... Struktur, die jeder selbst bestimmt.PUNKT.

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Beitrag von Jöiren » 06.02.2006, 10:12

etwas, das ich extrem scheisse finde, sind leute, die alle ihre handlungen so umdrehen, dass sie in ihre religion passen und alles als das bezeichnen, so dass sie auch ein gutes gewissen haben. anstatt dass sie merken würden, dass sie durch die religion eingeengt werden und deshalb so handeln. so wird dann die religion für einige zur moral, was ja grundsätzlich nicht schlecht ist, sind doch recht viele religionen auf "guten" grundsätzen aufgebaut (nicht töten usw.), aber wenn es übertrieben wird, ist dies sehr lästig.

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Beitrag von GoatMolestor » 06.02.2006, 17:34

Gilt Satanismus als Religion?

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