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loki gut oder böse?

Satanismus, Christentum, keltische und nordische Religionen sowie die zugehörigen Mythologien!

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Lilith
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loki gut oder böse?

Beitrag von Lilith » 20.01.2004, 14:40

hallo ich hab mich heut etwaas gefragt wie würdet ihr loki definieren was versteht ihr unter ihm ist er eine art teufel für euch oder nur ein schelm oder ein gott?
es ranken sich ja viele storys um ihn einerseits is er schuld an baldurs tod andererseits hat er auch gutes getan und thor auch schon geholfen zu seinem hammer wieder zu kommen und hat sein pferd gezeugt... .
wie steht ihr dazu gibts noch weitere beispiele für taten von ihm?
ist e der typische mensch?verkörpert er unser sein mit gut und böse und list und allem?

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nesges
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Re: loki gut oder böse?

Beitrag von nesges » 20.01.2004, 15:43

Loki ist weder Gut noch Böse - so wie die anderen Götter und auch die Riesen. Er ist nur extrem hinterlistig. Er setzt sich teilweise für die Ziele der Götter ein, erreicht sein Ziel aber ausschliesslich durch Täuschung und Listen. Die anderen Götter tragen diesen Zug teilweise auch, Odin zum Beispiel kommt auf die Idee Gleipnir zur Fesselung Fenris anfertigen zu lassen (die Asen erzählten dem Wolf dass sie nur seine Kraft erproben wollten, hatten aber von Anfang an seine Fesselung im Sinn). Ein weiteres Beispiel ist die Geschichte um die Erbauung Asgards. Die Götter holten sich Hrimthurs zur Hilfe und wetteten, dass er es nicht schaffen würde Asgard in einer bestimmten Zeit zu erbauen. Ihr Einsatz war die Hand Freyjas. Mit Hilfe seines Hengstes Svadilfari hätte er es geschafft, die Asen merkten das und Loki verwandelte sich in eine Stute und verführte Svadilfari - Hrimthurs verlor die Wette und Loki gebar Odins Pferd Sleipnir. Ohne Lokis Listen hätte Freyja zu Hrimthurs gemusst und Odin hätte Sleipnir nie bekommen.

Es gibt nur ganz wenige Gestalten über die nichts "negatives" berichtet wird. Bei Fenris Fesselung verlangt der Wolf ein Unterpfand für seine Freilassung und Tyr legt ihm seine Hand ins Maul. Loki hätte wahrscheinlich sobald der Wolf gebunden war die Hand weg gezogeb, aber Tyr ist so rechtschaffen, dass er sie drin behält: Fenris beisst die Hand ab und Tyr kann zu Ragnarök nicht richtig kämpfen und wird von Garm getötet. Baldur ist der "lichte Gott", in seiner Halle "kann kein Frevel bestehen". Er ist absolut rein - aber es nutzt ihm gar nichts, er ist der erste der zur Hel geschickt wird.

In unseren Massstäben ist vielleicht alles was Loki getan hat "böse", aber für die nord. Mythologie war das alles nur nötig. Man kannte keine strenge Unterscheidung zwischen Gut und Böse, sondern jedes Ding hatte beides in sich. Selbst Surturs Weltenbrand ist im Endeffekt positiv, denn aus der Asche ensteht eine neue, bessere Welt.

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Beitrag von Lilith » 20.01.2004, 15:47

danke dir das hilft etwas weiter....versteh ichd as richtig also soll man um sein ziel erreichen auch listig sein? galt nicht immer die ehrenhaftigkeit soviel bei den germanen?

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Beitrag von nesges » 20.01.2004, 16:19

Es ist ein Weg den man gehen kann. Nirgendwo in den Eddas steht, dass Loki ein besonders angesehener Gott gewesen sei ;-) Und dass er Sindri und Brock bei der Arbeit störte bekam ihm ja nicht sonderlich gut (die beiden stellen den Mjölnir und einige andere Kleinode her und Loki, der seinen Kopf gewettet hatte, dass sie ihre Arbeit nicht schaffen würden, verwandelt sich in eine Fliege und lenkt Brock ab wodurch der Stiehl zu kurz wird; Seinen Kopf kann er retten, aber Sindri näht ihm mit Wartari den Mund zu). Als Loki schliesslich bei Aegirs Trinkgelage so ziemlich jeden der Anwesenden aufs tiefste beleidigt hatte, töten die Asen seinen einen Sohn, den anderen verwandeln sie in einen Wolf. Loki selbst nehmen sie gefangen und fesseln ihn mit den Eingeweiden seines eigenen Sohnes an einen Felsen. Über ihm hängen sie eine Giftschlange auf, die unablässig Gift auf ihn träufelt. Seine Frau Sigyn fängt das Gift zwar auf, aber jedes mal wenn die Schale voll ist und sie weggeht um sie auszuschütten, trifft das Schlangengift Loki und er windet sich vor Schmerzen so sehr, dass es ein Erdbeben gibt.

Ich denke, man hielt nicht allzuviel von Loki ;-)

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Beitrag von Lilith » 21.01.2004, 08:28

he das mit der story wieso fenris ein wolf ist wusste ich gar nicht....*grübel* gibts dann auch eine wie die seeschlange entstand?
naja vielleicht find ich aja ch noch was ich bin ja noch am lesen hab mir miega viel zeugs runtergezogen und les mich durch allerdings kann ihc mir die ganze edda net antun das wird mit der zeit zäh.
aber danke für deine beiträge woher weist du so viel?hast du das alles auswendig gelernt?

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Beitrag von nesges » 21.01.2004, 09:51

Der Sohn, der von den Asen in einen Wolf verwandelt wurde war nicht Fenris, sondern Wali. Wali und Narwi sind die Kinder von Loki und Sygin, Fenris und Jörmungand die Kinder von Loki und Angrboda und die beiden kamen schon als Wolf und Schlange zur Welt :-)

Das ist seit Jahren ein Hobby von mir, aber ich muss auch noch vieles nachschlagen und finde immer wieder Stellen die ich noch nicht richtig verstanden habe.

Liest du grade die Lieder-Edda? Die ist für den Anfang viel zu kompliziert, fang mit der Snorra-Edda an. Inhaltlich sind beide fast gleich, Snorri erzählt die Lieder-Edda sozusagen nach. Online zb unter http://www.trebeta.net/wikinger_mythologie#snorra zu finden.

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Beitrag von Lilith » 21.01.2004, 13:20

danke wieder um etwas schlauer.
ja ich kenn die seite auf der les ich acuh hab mir ein wenig zeugs rauskopiert und les es auf der arbeit *g*
es is echt super interessant!
sag mal weist du wo man alte norwegische märchen über trolle und so herbekommt?

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Beitrag von nesges » 21.01.2004, 14:58

Gardenstone sammelt sowas, hat aber auch nur wenig Auswahl. Guck mal hier http://www.boudicca.de/caro1.htm . Ansonsten einfach mal Google fragen, das hier sieht zB auch interessant aus: http://www.harald-keller.de/html/trolle.html

Oder wenn's ein Buch sein darf: "Der Zwergenkristall" von Maria Rosenmeyer. Vor kurzem beim Almus Verlag erschienen. Konnte es selbst noch nicht lesen, aber es liegt schonmal auf dem Nachttisch :-)
http://www.almus-verlag.de/zwergenkristall.html

Edit: Beim ersten URL wurde der Punkt als dazugehörig interpretiert. Space eingefügt
Zuletzt geändert von nesges am 21.01.2004, 16:46, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Lilith » 21.01.2004, 15:15

danke schön der erste link geht zwar net aber beim 2ten hab ich mir die geschichten mal runtergezogen. hören sich nett an.
dann hab ich was was ich mir dann abends vorlesen lassen werde *g*
vielleicht kennt auser dir noch einer hier was aber schaut so aus als sind wir die einzigen die sich dafür interessieren *mich mal umseh* hallooooo!!! echoooooo....jop sind allein hier... .

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Beitrag von Lilith » 21.01.2004, 15:27

ah noch eine geschichte über loki hab die grad gelesen kennst du die auch? :

Die Nornen haben für den Zwerg Andwari vorgesehen, dass er in einen Hecht verwandelt am Wasserfall Andwarafors leben müsse. Dort wird er von Loki in einem Netz, dass er sich von Ran geliehen hatte gefangen und Loki presst ihm seinen ganzen Schatz für seine Freilassung ab. Andwari hatte einen Ring, den Andwaranaut, von dem neues Gold wuchs. Da Loki ihm auch diesen Ring abnahm verfluchte er den Schatz. Dieser Schatz taucht in der Nibelungensage wieder auf.

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Beitrag von nesges » 21.01.2004, 17:03

Klar :-) Hausaufgabe: :twisted:

Wie gelangt der Schatz in die Nibelungensage und in welcher Beziehung stehen der Schmied der Siegfrieds Schwert schmiedet und der Drache?

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Beitrag von Lilith » 22.01.2004, 10:29

:oops: ich kenn die niebelungensage nur flüchtig hatte leider hatte ich auch keine zeit etwas herauszusucher per internet ich geb mich also geschlagen aber ich hoffe mal du klärst mich auf ;)

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Beitrag von nesges » 22.01.2004, 11:35

Nagut :D

Otter, der Sohn des Riesen Hreidmar, musste am Wasserfall Andwarafors in einen Fischotter verwandelt leben. Als Odin, Hönir und Loki einen Ausflug machten kamen sie an den Andwarafors und sahen Otter einen Lachs fangen. Loki nahm einen Stein und erlegte damit beide. Sie gingen weiter und kamen an einen Hof wo sie um ein Bett für die Nacht baten und sie zeigten Lokis Fang. Als der Hausherr Hreidmar seinen toten Sohn erkannte rief er seine Söhne Fafnir und Regin. Sie überwältigten die Asen und fesselten sie. Gegen ein Lösegeld wollte Hreidmar sie wieder ziehen lassen, also schickte Odin Loki nach Schwarzalbenheim um Gold zu besorgen. Dort fängt Loki den Zwerg Andwari und presst ihm sein ganzes Gold und den Andwaranaut ab worauf Andwari den Schatz verflucht (hast du ja schon beschrieben).
Als Loki zu Hreidmar zurückkehrte, lässt dieser die drei Ziehen. Fafnir und Regin verlangten von ihrem Vater ihren Anteil am Schatz, doch Hreidmar weigerte sich ihnen auch nur ein Goldstück zu geben. Darauf erschlugen sie ihn und Fafnir nahm das ganze Gold an sich und floh zur Gnitaheide, wo er sich einen Bau in die Erde grub und sich in einen Drachen verwandelt auf sein Gold legte. Regin aber ging als Schmied zu Hialprek und wurde dort Siegfrieds Ziehvater. Regin schmiedet für Siegfried das Schwert Garm und schickt ihn zur Gnitaheide den Drachen zu töten.

Wies weiter geht steht im Skaldskäparmal oder in der Nibelungensage :-)

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Beitrag von Lilith » 22.01.2004, 14:54

aha so ausführlich hab ichs net gefunden das is was ich heut noch entdeckt hab:
Fafnir
Fafnir ist der Bruder Oturs und Regins. Als Odur, der in einen Otter verwandelt im Andwarafors schwimmt von Loki zu Tode gesteinigt wird, verlangt Hredimar eine Menge Gold als Sühne. Dieses presst Loki dem Andwari ab, ein Zwerg der in einen Hecht verwandelt im gleichen Wasser schwimmt. Weil Loki dem Andwari auch seinen magischen Ring abnimmt, von dem ansonsten neues Gold gewachsen wäre, belegt Andwari seinen Schatz mit einem Fluch. Fafnir erschlägt beim Anblick des Goldes seinen Vater und droht auch seinem Bruder. Er verwandelt sich in einen Lindwurm und setzt zusätzlich den Helm Oegishalmr auf, der seinem Träger ein schreckliches Antlitz verleit. So haust er in einer selbst gegrabenen Höhle und hütet seinen Schatz. Der Schatz taucht in der Nibelungensage wieder auf.

aber ohne hilfe wäre ich da eh nie drauf gekommen muss ich zugeben!
danke dir...mhh....noch ein rätsel für mich parat?vielleicht schaf ich mal eins zu lösen *g*

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Beitrag von nesges » 22.01.2004, 15:27

Ok, wenn sich der Rest hier nicht langweilt(?). Ein Klassiker:

Wer sind die beiden mit 10 Füssen, 3 Augen und einem Schwanz?

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Beitrag von Lilith » 22.01.2004, 16:23

auser uns is eh keiner da wer soll sich da langweilen?
drauf geschissen es wird ja mal einer kommen dens auch interessiert und der kann dann alles nachlesen... .

zu dem rätsel hat das wirklich was mit mythologie zu tun und dann noch mit der nordischen?
mich erinnerts an eine art drachenungetüm aber ich weis nimmer wo her...ich forsch mal ob ich was finde.

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Beitrag von nesges » 23.01.2004, 10:51

Tip: Wichtig ist "Wer sind die BEIDEN"

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Beitrag von Lilith » 23.01.2004, 17:58

ich glaub ich mussnoch viel lernen also wie geasgt ich tippe auf nen drachen aus der sage aber ich glaub damit lieg ich sicher daneben... .
keinen plan hab auch mal nix im netz gefunden...nur mittarbeiter meiner firma auf die das zutreffen würde... .
aber ernsthaft nein ich muss wieder passen... .

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Beitrag von nesges » 26.01.2004, 09:52

Es ist Odin auf seinem Pferd Sleipnir. Odin ist einäugig, da er Mimir ein Auge für einen Schluck aus dem Brunnen des Wissens gegeben hat. Sleipnir ist achtbeinig. Macht zusammen 3 Augen, 10 Beine und einen Schwanz (den von Sleipnir natuerlich).

Ein neues:

Deute mir das Wunder,
das ich draußen sah
vor Dellings Tor!
Füße hat es acht
und vier Augen
und trägt die Knie überm Kopf.

Die Lösung ist übrigens ganz profan und relativ klein)

Dieses und auch das vorige habe ich mir nicht selber ausgedacht, sondern sie stammen aus einer Überlieferung. Aus welcher?

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Beitrag von Lilith » 26.01.2004, 13:03

wow super einfach und ich stand aufm schlauch...wie auch nun wieder aber ich such mal wieder hoffentlich verzag ich net... .
das schlimme is ich krieg gard den kopf net frei renne rum wien grinsekeeks schlimm schlimm aber nunja mythologie lenkt mal ab ich grübel mal los.

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