Als ich das vierte Album von Glenn Danzig 1994 zum ersten Mal hörte, konnte es mich auf Anhieb begeistern. Nachdem ich dann auch noch das Video zu "Mother" gesehen und mir die "thrall-deamonsweatlive" gekauft hatte, zählte ich mich offiziell zu den Danzig-Fans. Mit seinem Ausflug in die Elektrowelt auf "blackacidevil" haben sich jedoch viele seiner früheren Fans von ihm abgewendet. Mir persönlich hingegen gefielen die Aggressionen ganz gut, die er dadurch rübergebracht hat und tun dies hin und wieder auch heute noch.

Auf "Circle of Snakes" geht’s wieder um einiges ruhiger zu. Der Elektrosound wurde gemieden und leicht verzerrte, rockig klingende Röhrenverstärker bestellen das Klangbild der Gitarre. Auch die Gitarrenriffs sind ziemlich rockig und teilweise bluesig ausgefallen. Leider sind kraftvolle Gesangs-Ausflüge wie einst bei "Mother" nur sehr rar gesät und die Klasse davon erreicht kein Lied auf der Scheibe. Am ehesten vergleichbar ist sie mit "Going down to die" von der vierten Langrille: Der Gesang ist teilweise ruhig, gefühlvoll und jammernd, hin und wieder aber auch etwas härter. Das Schlagzeug kommt druckvoll rüber und erweitert somit den Kontrast, den Gitarre und Gesang bereits aufgebaut haben.

Insgesamt bietet Glenn hier eine melancholische, düstere Platte, mit der jedoch Black und Death Metal Fans nur sehr wenig anfangen können werden. Wer die alten und ruhigeren Sachen von Danzig mag, wird vielleicht auch daran Gefallen finden, wer diese jedoch nicht kennt, sollte sich vor einem Kauf unbedingt mal reinhören.

Albuminfo

Punkte

 

4/5

Label

Regain Records

Veröffentlichung

9/2004

Format

CD

Land

Genre

Doom Metal