Seit zehn Jahren machen die Belgier Signs of Darkness schon ihren melodischen Black Metal und keiner hat mir je etwas gesagt. Okay, sie haben bis jetzt gerade einmal drei Demo-Tapes und zwei CD´s draussen und Tapes kommen auch nur sehr schwer ausser Lande. Aber das zweite Album, "The 17th Floor", hat es echt in sich.

Was mir allerdings als allererstes aufgefallen ist, ist das nervige, extrem digital klingende Schlagzeug. Zumindest hören sich die Übergänge scheisse an und es ist kaum zu glauben, dass das ein Drummer aus Fleisch und Blut gespielt haben soll. Wahrscheinlich wurde aber nur wieder zuviel getriggert und nachbearbeitet und wenn man sich daran gewöhnt hat, was allerdings einige Zeit dauert, dann kann man das Album wirklich geniessen.

Jetzt sollte ich aber endlich zu der genialen Musik kommen. Geile Gitarrenriffs werden unterstützt von vielen Melodiebögen, der Bass legt ein fettes Fundament und der Kreisch-Keifer macht seine Sache wirklich ordentlich. Die Saiteninstrumente könnten noch um einiges lauter sein, damit Schlagzeug und Gesang sie nicht übertönen, aber so muss man eben etwas genauer hinhören. Eine bestimmte Stimmung will sich beim Hören allerdings nicht einstellen. Es gibt nichts heroisches, auch nichts sonderlich aggressives, die Musik ist einfach neutraler, geiler Black Metal mit einem kleinen Schuss Death Metal, der hin und wieder bei den Gitarrenriffs durch kommt.

Auch wenn die Lieder alle sehr ähnlich sind, würde ich "Descending Trescending" und "Unity and Humidity" als Anspieltips wählen. Ein wirklich gelungenes Akustikintro zu "M.I.T.T.R.H.E" bringt dann noch etwas Abwechslung mit ins Geschehen.

Albuminfo

Punkte

 

4/5

Label

Trinity Records HK

Veröffentlichung

10/2005

Format

CD

Land

Genre

Black Metal