Zu viele Köche verderben den Brei, doch was ist wenn wir nur einen Koch haben? Kommt dann der Turbobrei heraus oder bekommen wir einen Turboverkocher? Im Falle von Ex-Viovod Basser und Sänger Eric "E-Force" Forrest und E-Force kann man feststellen, dass zu viele Zutaten den Brei zumindest komisch schmecken lassen.

Wobei komisch das falsche Wort ist. Auch undefinierbar ist nicht der richtige Ausdruck, sagen wir mal verzerrt. Dass es sich hier um Thrash handelt ist schliesslich noch erkennbar, aber gewürzt wurde mit den verschiedensten Einflüssen. Am auffälligsten dürften hier die Gitarrensoli sein, die die Worte Heavy Metal einfach nur zu schreien scheinen und sehr an Gitarrenheldentum erinnern, ich lasse das einfach mal nicht wertend im Raum stehen. Die Soli sind genauso wie der Rest von "Modified Posion" auf einem sehr hohen technischen Niveau angesiedelt. Als weitere Beigaben wären dann noch nicht zu dementierende Black und auch Death Metal-Einflüsse anzuführen - man höre sich nur einmal den Anfang von "Lobotomized" an.

Dies alles kreiert einen sehr eigenwilligen Sound, der so garantiert nicht jedermanns Sache und mir persönlich ein wenig zu verwirrend ist. Denen die auf so etwas stehen, kann ich jedoch mit "Modified Poison" ein anspruchsvolles und gut produziertes Album präsentieren, dass meiner Ansicht nach jedoch leider zu wenige Höhepunkte hat. Das mag auch an der für den Thrash sehr langen Spielzeit der einzelnen Stücke liegen.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Manitou Music

Veröffentlichung

5/2008

Format

CD

Land

Genre

Thrash Metal