Die 2003 gegründete Band IC Rex bringt nun ihren zweiten Langspieler "Valonkantajan Alkemia" auf den Markt und das Cover lässt mich erstmal daran zweifeln, dass ich hier ein Stück schwarzmetallischer Kunst in meinen Händen halte. Die Hauptfarben sind gelb und rot, desweiteren sitzt Agni, der Lord des Feuers in den Vedischen Religionen, vor einem gross geratenen Busch. Der Hintergrund, um noch mehr Verwirrung zu stiften, erinnert an die chinesische Flagge und es sind natürlich auch noch ein paar okkulte Zeichen auf dem Bild. Da fragt sich der geneigte Hörer, woher man die Drogen bekommt, die es einem ermöglichen solche Bilder zu zeichnen und vermisst die Dunkelheit.

Die Finnen beginnen relativ ruhig und bis zum Ende des zweiten Liedes "Alisen Maailman Virroissa" gibt es auch keine wirklichen Höhepunkte. Der Schluss des Liedes ist aber mit einer interessanten Melodie gespickt und so entfernt sich der Finger wieder vom Aus-Knopf. Ab hier wird es auch schneller und die Stimme fängt immer mehr an zu keifen. Jedoch wird es nach einiger Zeit auch wieder durchwachsener und so bleibt es dann auch letzten Endes: Die Schnelligkeit wechselt und so findet man keine wirkliche Struktur in dem Album. Dadurch wird es natürlich nicht langweilig, aber man hat nicht das Gefühl, dass diese Musik eine Stimmung aufbaut, die man sonst bei guter Musik bekommt. Doch umso mehr man sich dieses Album anhört, umso mehr beginnt man die schmerzerfüllte Stimme und die Riffs zu mögen. Allerdings wird hier kein neues und somit erfinderisches Lodern entfacht, dass man sich von dem Cover insgeheim erhofft hatte.

Um es alles in eine Nussschale zu packen schaffen es Kobalt und Cinatas mit dem Album eine fast schon verrückte sowie verwirrende Atmosphäre aufzubauen und man sollte es ganz durchhören, denn vor allem die letzteren Lieder überzeugen.

Albuminfo

Punkte

 

0/5

Label

Hammer of Hate

Veröffentlichung

6/2008

Format

CD

Land

Genre

Black Metal