Schleppende Todeshymnen in fiesem Schwarzdoomgewand: Willkommen in der Ohnmacht. Drei Akte voller Melancholie und inbrünstigem Menschenhass sind im Drehbuch skizziert. Und schon betreten die Akteure das verwüstete Bühnenbild, welches man sich ziemlich abstrakt und voller Seelenleere vorzustellen hat. Wer schon absurden Theatern wie "en attendant Godot" beiwohnen durfte, liegt dieser Vorstellung nicht unnahe.

Die französischen Darsteller stehen eindeutig im Lichte nordischer Suizidkapellen. Das hohe Urgeschrei lässt Arckanum und Aaskereia assozieren, die Monotonie Gedanken an gestandene Doom Black Kapellen wach werden. Wenn sich die schleifenden Gitarren in einem Meer aus hysterischem Geschrei, Sprechgesang und weit her hallendem Gekreische baden, greift sich die Leere jedwelche Sinnhaftigkeit.

Die drei Akte untescheiden sich nur wenig, scheinen aber einen inneren Zusammenhalt zu haben. Dennoch greift die Abwechslung ins Leere, zumal ganze Stücke von einem einzigen Riff zehren müssen. Nichtsdestotrotz eignet sich das französische Theaterstük als aktive Sterbehilfe. Nehmet und sterbet.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Ewiges Eis

Veröffentlichung

6/2008

Format

CD

Land

Genre

Black Metal