Aus dem schönen Schweizerland meldet sich Amrod mit seinem Soloprojekt Minhyriath. Geboten wird eine Mischung aus Death Metal und epischem Folk, aber Halt: Bevor jetzt der Cursor gen rotem X wandert - das Album kann sich hören lassen!
Okay, eines vorweg: Wahnsinnig innovativ ist "Gondolyn" natürlich nicht, die Mischung gab's ja schon auf 83.234.745.295 Scheiben vorher. Aber da gibt's ebenso viel Mist zwischen und da gehört der Eidgenosse nicht zu!

Nach einem recht passablen Intro gehts auch gleich mit "Shylob" weiter, welcher die Marschrichtung vorgibt: Epischer Einsatz folkloristischer Instrumente, Death Metal-Gegrunze, viel Doublebass und im Midtempobereich angesiedelt.
Viel mehr kann man zur Musik eigentlich fast nicht sagen: Viel Abwechslung bietet die Platte nicht, aber es macht trotzdem Spass, sie durchzuhören - bei weitem kein schlechtes Zeichen! Alles bodenständig und geradlinig arrangiert, grosse Experimente werden aussen vor gelassen.

Lyrisch dreht es sich um....na?! Richtig, Tolkien! Nur muss hier wiederum angemerkt werden, dass es sich keineswegs um Filmwissen handelt, sondern es geht wirklich tief in die Materie und dürfte Unbedarften sicherlich einige unwissende Blicke abverlangen. Aber es finden sich glücklicherweise immer Erklärungen im Booklet.
Die Texte sind auf Englisch, doch hat der Herr Amrod sie nicht abgedruckt, da er des Englischen nicht allzu mächtig ist - diese Ehrlichkeit sichert säckeweise Sympathie!

Kommen wir also zum Schluss: "Gondolyn" bietet typischen Folk Metal mit Todesbleiwürzereien auf durchgehend überdurchschnittlichem Niveau und somit ohne Ausfälle. Wer noch nie was mit dieser Art von Musik anfangen konnte, den wird das Album nicht umstimmen. Alle Freunde und solche, die es werden wollen, werden ihre Freude damit haben!

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Black Tower Productions

Veröffentlichung

8/2008

Format

CD

Land

Genre

Folk Metal