Die ganze extrem Doom/Drone Sache gerät langsam aber sicher ausser Kontrolle. Was vor einigen Jahren noch die Spielwiese einiger unbekannter und verquerer Freaks war, entwickelt sich so langsam zu einer grossen Welle, deren Ende nicht abzusehen ist. Immer mehr Bands treten an das Tageslicht um uns ihre Version dieser Richtung vorzutragen. Nur wenigen gelingt es eine eigene Duftmarke zu setzen, viel zu ähnlich klingen sich viele der Bands aus diesem Bereich. Die langsamsten hatten wir schon (Khanate, Sunn O)))), Boris als verspielte Black Sabbath Droner und Khlyst als die extremste Gruppierung aus diesem Genre. Da bleibt für viele andere nicht mehr viel Platz. Es sei denn, sie wissen mit etwas Neuem oder Aussergewöhnlichem aufzufallen.

Towards Darkness aus den USA gehören leider nicht dazu. Es ist zwar alles in der Musik enthalten, was einem Fan dieses Genres gefallen sollte, nur leider haben wir das alles schon hundertfach gehört. Der Innovationsfaktor geht gen Null. Langsam, deprimierend und Heavy wälzen sich Towards Darkness durch die sieben Stücke ihrer zweiten CD namens "Solemn". Dabei rücken die Amerikaner die erste Zeit leider keinen Zentimeter von den allseits bekannten Formeln dieser Musik ab. Erst zur Mitte des Albums wird die Musik durch einige gute und schwere Gitarrenriffs interessant und es stellt sich eine hypnotisierende Wirkung ein.

Leider dauert das alles viel zu lange. Wenige werden bis zum vierten oder fünften Stück durchhalten, da halt nichts grossartiges passiert. In einem so eng gesteckten Rahmen muss man halt gute Ideen haben, ansonsten verfehlt die Musik ihre Wirkung. So leider auch in diesem Falle. Die eingeflochtenen Orchesterparts reissen es dann auch nicht mehr raus. Die angekündigte Experimentierfreude von Towards Darkness verschliesst sich mir leider. Ich kann auch keine Post Rock Anleihen aus der Musik raushören. Es wird leider mehr versprochen als letztendlich gehalten.

Dieses Album kann Freunden des Genres nichts Neues aufzeigen. Als Einstieg in die Welt des Drone/Doom mag "Solemn" geeignet sein. Der geneigte Hörer wird sich aber schnell nach Besserem umsehen wollen. Insgesamt gesehen ein netter Versuch, mehr aber auch nicht. Es fehlt einfach zu viel um zu den Grössen des Genres aufzuschliessen. Somit leider uninteressant...

Albuminfo

Punkte

 

2/5

Label

Twilight Foundation

Veröffentlichung

9/2008

Format

CD

Land

Genre

Doom Metal