Ich sage euch: Irgendwo da draussen gibt es ein Nest davon! Und das Grösste ist in Amerika. Wie sonst ist es zu erklären, dass diese Deathcore Bands wie Pilze aus dem Boden schiessen? Molotov Solution sind eine davon. Und natürlich auf Metal Blade (alternativ auch Relapse). Das amerikanische Label scheint sich momentan einen Vorrat an solchen Band zuzulegen.

Sein es drum, es folgt also nun mein Bericht zum vorliegenden Album "The Harbinger". Molotov Solution sind zu keiner Zeit innovativ oder gar aufregend. Und ja: Sie spielen so ziemlich alles, was momentan im Deathcore Bereich so angesagt ist. Okay, die "Pig-Screams" sind im Stall geblieben (ein Glück!). Und damit haben wir auch schon das grösste Problem aufgedeckt: Es ist eigentlich egal, ob Molotov Solution oder eine andere Band aus diesem Bereich läuft. Einen Unterschied kann da mittlerweile wohl kaum noch jemand ausmachen.

Und so stellt sich bereits nach einigen Stücken gepflegte Langeweile ein, weil einfach die eigene Note und die überraschenden Ideen fehlen. Dies ist aber nicht nur das Problem bei diesem Album: das komplette Genre steht diesem Problem gegenüber. Wer solche Musik jedoch mag, findet hier ein gutes und solides Album. Wer allerdings mal etwas genauer hinhört wird schnell feststellen, das die Musik so klingt als wäre sie am Reissbrett "entworfen" worden. Alles nach Schema bekannt, alles auf Nummer sicher. Keine Ecken, keine Kanten...

Und somit ist diese Veröffentlichung für einen Grossteil absolut überflüssig. Genrefans die den Hals nicht voll bekommen können dürfen aber mal ein Ohr riskieren. Aber auch die sollten sich lieber an Job For A Cowboy oder auch Whitechapel halten. Die machen ähnliche Musik, hier aber um einige Klassen besser (und auch mit eigener Note).

Albuminfo

Punkte

 

2/5

Label

Metal Blade

Veröffentlichung

7/2009

Format

CD

Land

Genre

Death Metal