Nach neun Jahren ein neues Nargaroth-Album. Kann eine so lange Schaffenspause gut gehen? Wie wirkt sich so eine Zeitspanne auf das Schaffen eines Musikers aus? Die Antwort liefert nun also die Platte „Steel Apocalypse“. Diese lässt ob ihrer an klassischen Heavy Metal oder speziell Manowar erinnernden Cover-Gestaltung bereits aufmerken. Bei dem Bild hätte man nicht unbedingt mit dem Nargaroth-Logo gerechnet. Wenn die ersten Takte von „Steel Apocalypse“ aus den Boxen donnern, sind die Ohren gespitzt. Schneller, schnörkelloser Black Metal, starker Beginn. Auch die folgenden Stücke des mittlerweile neunten Nargaroth-Albums fesseln die Aufmerksamkeit der Hörer. Das durchaus klischeehaft betitelte „Metalheart“ bietet neben Tribute-Lyrics an die großen Metal Heroen recht klassisch klingende Riffarbeit. Unerwartet, aber eingängig. Die Stücke „Dresden“ und „Requiem Germania“ präsentieren dann die melancholische Seite der Band, wie man sie schon von Frühwerken kennt. Verstärkt wird dies auch durch Klargesangspassagen. Gerade die Luftalarmsirenen am Anfang von „Dresden“ verstärken die Intensität und rufen den Untergang der Stadt im Feuersturm vors innere Auge. 

Hört man das starke „Shelter for the Faithless“ wiederholt, weiß man endlich, woher das diffuse Gefühl kommt, diesen Death Metal-Einschlag in der Form im Black Metal schon gehört zu haben. Belphegor? Bingo! Die Nummer ist nicht repräsentativ für „Apocalyptic Steel“, aber ein absoluter Anspieltipp. 

Über den Karriereweg von Ash/Kanwulf mag sich jeder sein Urteil bilden und entscheiden, was er davon hält. Dass hier ein starkes Black Metal Album mit Todesmetallanteil vorliegt, darüber sollte kein Zweifel bestehen. 

Albuminfo

Punkte

 

4/5

Label

 

Season of Mist / Underground Activists

Veröffentlichung

 

06/2026

Format

 

CD

Land

 

Deutschland

Genre

 

Black Metal

 

Tracklist

1. Intro (00:34)
2. Steel Apocalypse (03:58)
3. Twisted Steel (03:37)
4. I Drink Alone (04:26)
5. Metalheart (04:17)
6. Dresden (04:21)
7. Shelter the Faithless (06:27)
8. Man of Mayhem (06:15)
9. Requiem Germania (05:10)