Als Speed Metal Band das Wort „Speed“ im Namen zu haben, ist nicht unbedingt tiefgründig oder regt zum Nachdenken an. Im Fall der Dänen von Speedslut ist das aber sowas von egal, da auch der Sound nicht allzu verkopft ist. Man nenne es Speed Metal oder Old School Thrash Metal, egal. Die neun Songs knallen ab der ersten Sekunde in die Gehörgänge. Das 2023 gegründete Quartett versprüht nicht nur durch sein traditionelles Outfit 80er Jahre Retrocharme. Die Gitarren schreddern wie bei frühen Metallica und Slayer. So hätte „Dark Night Riders“ auch problemlos auf der „Kill ’em All“ stehen können. Auch „No One Escapes Death“ bietet sägendes 80er Jahre Thrash-Riffing vom Allerfeinsten.
Während Midnight ihre Spielart des Speed Metal mit rock’n’rolliger Schlagseite präsentieren, spielen Speedslut in brutaler Konsequenz stur geradeaus. Ihre Nummer gönnen keine Verschnaufpause. Das ist schön. Wobei, zu Beginn des Rausschmeißers, der so heißt wie das Album, ertönen Hornklänge. Da hat der Hörer Gelegenheit, die Nackenwirbel vor der finalen Akustikabrissbirne zu sortieren. Dann noch einmal ausrasten, und gut eine halbe Stunde „Cimbrian Rites“ sind über ihn hinweggedonnert.
Kritische Zeitgenossen mögen einwenden: Wozu braucht es solche neuen Alben, wo doch die Frühwerke der Bay Area Helden schon im Plattenschrank stehen? Doch die spielen a) nur wenige ihrer frühen Klassiker live, und b) tun sie dies nicht mehr so mitreißend wie Speedslut. Klare Kaufempfehlung.
Albuminfo
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Punkte |
4/5 |
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Label |
Listenable |
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Veröffentlichung |
07/2026 |
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Format |
CD |
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Land |
Dänemark |
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Genre |
Speed Metal |
Tracklist
1. Pestridden Stallions
2. Asbestos Born Wrath
3. Dark Night Riders
4. Into the Grave
5. No One Escapes Death
6. Stench of Evil
7. Armageddon
8. Whores of Speed
9. Cimbrian Rites
