Schwarzmetall der alten Schule spielen Black Angel mit der Neu-Veröffentlichung ihrer bereits vor zwei Jahren erschienenen Eigenproduktion "From the Darkness" und überzeugen hier auf ganzer Linie, wenn es denn Punkte für akute Langeweile geben sollte. Blacker, mittlerweile kein fester Bestandteil mehr von Black Angel, krächzt hier absolut lustlos, abwechslungs-befreit und gedämpft, dass man ebenfalls die Lust verliert, den Rundling weiterhin rotieren zu lassen.

Nicht oft kommt es vor, dass man sich wünscht, Musik würde möglichst schnell an einem vorüberziehen, um sie dann auf ewig aus dem Kopf zu verbannen, doch im Falle der aus Peru stammenden Okkult-Schwermetaller ist dies die einzige empfehlenswerte Vorgehensweise. Gäbe es nicht inmitten des ein oder anderen Titels ein zwar simples, aber interessantes Schredder-Solo oder die sich hie und da heraustrauenden interessanten Trommel-Attacken, bliebe als einzige Option übrig, den Silberling einfach aus der Lade zu nehmen und ihn im Stapel nach unten zu verfrachten. Man könnte auch zum Wegschmeissen tendieren, denn nochmals hören möchte man "From the Darkness" einfach nicht. Produktionstechnisch ist die Scheiblette noch ganz brauchbar, doch überzeugt auch diese langfristig nicht. Der Blick in die Textbeilage raubt ob der grausamen Rechtschreibung den letzten Nerv und ist somit nicht empfehlenswert. In solchen Fällen bleibt man doch bei der Muttersprache oder lässt zumindest jemanden eine Auge darauf werfen, der etwas vom Englischen versteht.

Derart tristen, schläfrig komponierten und überflüssigen Black Metal mag man von der sechshundersechsundsechzigsten Darkthrone-Kopie erwarten, nicht aber von einer Band, die immerhin seit 1988 musiziert. Ein unnötiges Album, das im Falle der Promo nicht einmal die Versandkosten wert war.

Albuminfo

Punkte

 

2/5

Label

Ketzer Records

Veröffentlichung

11/2005

Format

CD

Land

Genre

Black Metal