Die Schweden sollen ja jetzt einen Deal bei Abyss Records ergattert haben, aber aufgenommen wurde die Scheibe noch in Eigenregie. Und das eigentlich gar nicht so schlecht. Klar kann man soundtechnisch noch mehr raus holen, aber man hört alles schön und druckvoll ist das Ganze auch noch. Der Gitarren-Sound lässt etwas zu wünschen übrig. Vor allem - und das sage ich jetzt gleich vorweg, weil es das einzig wirklich Negative ist, dafür aber sehr schwer wiegt - die Solo-Gitarre, welche immer wieder mal geile - sehr oft aber auch richtig nervige Melodien zum Besten gibt. Man, das kann einem auf den Sack gehen. Übrigens, bei "Born To Consume" nervt schon das Anfangs-Riff voll und das zieht sich auch noch sehr lange hin. Allerdings folgt darauf ein Part der mich stark an Murder Rape erinnert und wirklich geil ist.

Mit dem Gesang punkten die Jungs noch richtig. Da wird gegrowlt und gekeift, teils auch zwei-stimmig. Der Bassist verdient auch eine Erwähnung. Es ist ja selten genug, dass das viersaitige Instrument auch einmal in den Vordergrund gerückt wird. Das machen The Gardenerz hin und wieder recht gut.

Wenn nicht einige Gitarren-Riffs so nervig wären, hätte "The System Of Nature" eine ordentliche Scheibe ergeben, die man sich ruhig öfter anhören kann. So wird man halt das eine oder andere Lied schnell weiter drücken. Die Doom-Einflüsse halten sich eigentlich ziemlich zurück, machen aber trotzdem einen grossen Reiz bei der Band aus. Ich werde die Jungs auf jeden Fall im Auge behalten. Wer weiss, vielleicht wird die nächste Scheibe schon der grosse Bringer.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Eigenproduktion

Veröffentlichung

1/2011

Format

CD

Land

Genre

Death Metal