Handelt es sich um einen Trugschluss meinerseits, oder scheint Osteuropa in Sachen Death Metal einige grandiose Bands hervorgebracht zu haben? Die slowakische Truppe Perversity legt mit ihrer Scheibe "Ablaze" nun jedenfalls ihre bereits vierte Langrille vor.

Yeah, auf die Fresse. Perversity lassen die Gäule direkt aus den Boxen und hauen uns Bretter gegen die Stirn. Nach dem kurzen Intro überrascht das äusserst gewandte Gefrickel und der generell sehr altbackene Gesamteindruck, den "Ablaze" vermittelt. Im Gewand uralter Morbid Angel und mittelalter Suffocation brutalisieren die Slowaken unser Gehör. Sehr ordentlich, das! Die Stimmarbeit steht Szenegrössen des brutalen Todesstahls dabei in keiner Spur nach. Für meinen Geschmack verlieren Perversity sich jedoch zu oft in langgestreckte monotone Passagen, die dem Genre zwar eigen sind, hier jedoch zu penetrant wirken ("Hailing The Thieves Of Soul", "Devoted To Perdition"). Zwischen derartigen, etwas öderen Tracks bietet die Bande aber auch hervorragende Aufwecker wie das Endboss-Stück "Necrophiliac Beast".

Im Endeffekt wurde ich nun nicht grade von den Socken gehauen. Klar, Perversity liefern das, was man vom Brutal Death erwartet und das auch ordentlich und mit deutlichen Huldigungen an die Hochzeiten des Genres. Aber die Hochzeit ist vorbei und ohne viel neuen Pepp klingt "Ablaze" wie ein weiteres nettes Album, aber nicht wie ein Meilenstein.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

Lavadome Productions

Veröffentlichung

6/2012

Format

CD

Land

Genre

Death Metal