Kali Yuga... da musste ich doch gleich mal abchecken, was zum Geier dieser komische Name bedeutet. Wikipedia sei Dank, hier kommt die Auflösung: Kaliyuga ist Sanskrit und bedeutet "Zeitalter des Streites". Dann könnte man auch gleich über die Herkunft der Band streiten. Ich war ja auf Grund des Gesangs fest davon überzeugt, dass die Jungs sicher aus der lateinamerikanischen Gegend stammen. Doch weit gefehlt, das Quintett kommt aus Thüringen, Deutschland!

Nach einer Demo-CD und dem Erstlingswerk "Slaves To The Subliminal" erschien Ende 2012 das Werk "Wrath Of Durga". Musikalisch bieten Kali Yuga einen Mix aus Göteburger Melodic Death und Viking Metal. Fans von Kataklysm oder Amon Amarth kommen hier auf ihre Kosten.

Der Gesang von Grützer erinnert mich stark an die Anfänge von Sepultura. Ich gehe mal davon aus, dass der Sänger noch nicht sehr lange Englisch spricht, die Betonung einzelner Wörter ist manchmal gewöhnungsbedürftig. Ansonsten lässt er seine tiefen Stimmbandniederungen erbeben. In seinen Shouts steckt jede Menge Aggression und wuchtige Brutalität. Mir fehlt es aber etwas an Abwechslung in seiner Stimmlage.

Kali Yuga trauen sich auch während eines Songs einen Gang runter zu schalten um einige klangreiche, harmonische Solis zu verbauen. Danach geht’s aber gleich wieder mit dem Dampfhammer weiter. Nebst einigen genialen Tempowechseln höre ich aber auch einige Misslaute, wenn beide Gitarren sich überschneiden. Ansonsten überzeugen mich die interessanten Kompositionen und ihr Sperrfeuer des Todes.

Mein Fazit: Kali Yuga spielen dreckigen Death Metal und ich bin gespannt wie sich die Band weiter entwickeln wird. "Wrath Of Durga" verspricht Abwechslung, Härte und Geschwindigkeit.

Albuminfo

Punkte

 

3/5

Label

G.U.C.

Veröffentlichung

4/2013

Format

CD

Land

Genre

Death Metal